Privatschulen

GEW: "Keine Geschäfte mit unseren Kindern!"

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat heute nachdrücklich vor einer Kommerzialisierung des Kita-Marktes gewarnt. Die Bildungsgewerkschaft lehnt die Gleichstellung öffentlicher und frei-gemeinnütziger mit privat-gewerblichen Trägern entschieden ab. "Wenn Familienministerin Ursula von der Leyen (CDU) privat-gewerblichen Trägern künftig die gleiche Finanzierung durch den Staat gewähren will, öffnet sie den Kita-Markt für profitorientierte Unternehmen und gibt ihnen einen Blanko-Scheck für Gewinne", sagte GEW-Vorstandsmitglied Norbert Hocke als Sachverständiger während der Anhörung des Ausschusses für Familie, Senioren, Frauen und Jugend des Deutschen Bundestages zum "Kinderförderungsgesetz (KiföG)". Dies zerstöre den Grundgedanken, dass in Deutschland mit Bildung, Erziehung und Betreuung von Kindern keine Geschäfte gemacht werden. mehr

23.06.2008 Pressemeldung Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft

Vertrauen in staatliche Bildung stärken

"Jeder Euro für Bildung muss zum Abbau sozialer Schranken und für mehr Durchlässigkeit nach oben führen", fordert Ludwig Eckinger, Bundesvorsitzender des Verbands Bildung und Erziehung (VBE), anlässlich des heutigen Bildungspolitischen Symposiums der Lehrerorganisation. Eckinger begrüßt in dem Zusammenhang den angekündigten Bildungsgipfel für den Herbst 2008. Der neue Bildungsbericht zeige zwar, dass erstmals in der Bildungsfinanzierung der Fokus auf Kindergärten und Grundschule und damit auf die Startphase der Bildungskarriere gelegt werde, so Eckinger, doch sei der enge Zusammenhang von sozialer Herkunft und Bildungserfolg ungebrochen. mehr

13.06.2008 Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung e.V. (VBE)

VBE: Privatschulen sind immer mehr Konkurrenz für öffentliche Schulen

Eltern, die ein besonderes Interesse an der Bildung und Erziehung ihrer Kinder haben, lassen staatliche Einrichtungen eher links liegen und bevorzugen Privatschulen. Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) Baden-Württemberg sieht mit großer Sorge, dass öffentliche Schulen in Konkurrenz zu den privaten, was finanzielle Unterstützung und das Image anbelangt, fast immer nur zweiter Sieger sind. "Wer wirklich gute Schulen haben will, muss gutes Geld dafür investieren", so der Appell des VBE-Landeschefs, Rudolf Karg, an die politisch Verantwortlichen. mehr

27.05.2008 Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung, Landesverband Baden-Württemberg

VBE: Profitorientierte Privatschulen müssen überflüssig werden

"Dass private Wirtschaftsunternehmen Grundschulen gründen und insbesondere mit kleinen Klassen und einem gut ausgestatteten und an den Bedürfnissen der Kinder orientierten Ganztag werben, sollte allen zu denken geben, die auf ein starkes öffentliches Schulwesen setzen. Das öffentliche Schulwesen muss so gut werden, dass es die Konkurrenz privater Wirtschaftsunternehmen nicht zu befürchten braucht und Nachhilfeinstitute nicht von seinen Mängeln profitieren." mehr

25.05.2008 Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung, Landesverband NRW

© bikl

Brauchen öffentliche Schulen die privaten?

(redaktion) Immer mehr Eltern entscheiden sich in Deutschland für eine Privatschule: Laut Statistischem Bundesamt gibt es inzwischen knapp 2 800 Privatschulen, an denen rund 640 000 Schülerinnen und Schüler unterrichtet werden. Damit beträgt der Anteil der Privatschulen an den allgemeinbildenden Schulen rund 7,5 Prozent. Prof. Dr. Valentin Merkelbach, emeritierter Professor für Didaktik der deutschen Sprache und Literatur an der Johann Wolfgang Goethe-Universität, fragt in seinem Gastbeitrag nach Notwendigkeit und Rolle von Privatschulen. mehr

09.05.2008 Artikel

Gute Bildung wird zum Privileg Wohlhabender

Der Präsident des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes (BLLV), Klaus Wenzel, hat vor einer "Privatisierung des Bildungssystems" gewarnt. "Gute Schulbildung wird immer mehr zum Privileg wohlhabender Familien", kritisierte er. "Teuere Privatschulen mit besten Voraussetzungen und kostenintensive Nachhilfe, um Defizite bei Schülern auszugleichen, bleiben denjenigen vorbehalten, die die nötigen finanziellen Mittel dafür aufbringen können. Alle anderen gehen leer aus und sind deutlich im Nachteil." Die Kosten für die Nachhilfe liegen pro Schüler zwischen 50 € und 150 € im Monat; der Durchschnitt beträgt rund 110 €. Die jährlichen Ausgaben der Eltern für Nachhilfe werden bundesweit auf eine Mrd. bis zwei Mrd. € geschätzt, je nach dem, ob nur die institutionelle oder auch die informelle Nachhilfe berücksichtigt wird. mehr

24.04.2008 Pressemeldung Bayerischer Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) e.V.

12 Mio. Euro für Internatsneubau Schnepfenthal

Am gestrigen Montag haben das Thüringer Kultusministerium und die Bilfinger Berger AG den Vertrag über den Neubau des Internats der Salzmannschule Schnepfenthal mit insgesamt 340 Plätzen unterzeichnet. Die Baukosten werden sich auf etwa 12 Mio. Euro belaufen. Das teilte Thüringens Kultusminister Prof. Dr. Jens Goebel (CDU) heute in Erfurt mit. mehr

15.04.2008 Pressemeldung Thüringer Kultusministerium

OECD-Wirtschaftsbericht bestätigt: Schulen brauchen Freiräume

Das Schulsystem in Deutschland muss besser werden: Dies ist die Quintessenz des OECD-Wirtschaftsberichts 2008, der gestern in Berlin vorgestellt wurde. In insgesamt 15 Punkten fasst die OECD ihre Empfehlungen für das deutsche Schulsystem zusammen und fordert unter anderem mehr Autonomie für Bildungseinrichtungen und eine leistungsgerechtere Bezahlung der Lehrer. "Wir begrüßen den gestern vorgelegten OECD-Wirtschaftsbericht und die darin formulierten Empfehlungen für eine Verbesserung von Bildungseinrichtungen", kommentiert Michael Büchler, Präsident des Bundesverbands Deutscher Privatschulen e.V. (VDP), den Bericht. mehr

10.04.2008 Pressemeldung Verband Deutscher Privatschulverbände (VDP) e.V.

stern berichtet über Gewaltprobleme an Nenas Schule

(bikl/ots) - Die vom Popstar Nena mitgegründete Privatschule in Hamburg steckt ein halbes Jahr nach der Eröffnung in einer schweren Krise. Das berichtet das Hamburger Magazin stern in seiner neuen Ausgabe. Demnach haben inzwischen mindestens acht Eltern ihre Kinder von der "Neuen Schule Hamburg" genommen. Weitere Eltern überlegten, ihre Söhne und Töchter abzumelden. mehr

26.03.2008 Artikel

VDP spricht sich für Reform des Schulwesens aus

Der Bundesverband Deutscher Privatschulen e.V. spricht sich angesichts der anhaltenden Diskussion um die dreigliedrige Schulform für eine generelle Reform des Bildungssystems zu mehr Vielfalt aus. "Die derzeitige Debatte um eine Erneuerung des dreigliedrigen Schulsystems geht unserer Ansicht nach in die falsche Richtung", erklärt VDP-Präsident Michael Büchler. "Wichtiger als die Debatten um das Für und Wider von Gesamtschulen ist eine bedarfsgerechte Schülerförderung. Der damit verbundene Freiraum der Schulen ist unabdingbare Voraussetzung für ein international wettbewerbsfähiges Schulwesen." So müssten Schulen in der Lage sein, bei einheitlichen Abschlussstandards selbst entscheiden zu können, auf welchem pädagogischen Weg sie zu diesem Ziel gelangten. "Eine solche konzeptionelle Eigenständigkeit kann zur Reform der jeweiligen Schulform zugunsten einer Gesamtschule führen", so Büchler. "Genauso gut kann es aber aufgrund einer individuellen Schwerpunktlegung zu einer bewussten Entscheidung für das dreigliedrige Schulsystem kommen." Beides sei vor dem Hintergrund einer generellen Erneuerung des Bildungswesens zu mehr Eigenständigkeit von Schulen wünschenswert. mehr

19.03.2008 Pressemeldung Verband Deutscher Privatschulverbände (VDP) e.V.