Schulstruktur

OECD-Kritik stößt auf Zustimmung und Ablehnung

(bikl) Unterschiedliche Reaktionen hat der gestern vorgelegte Deutschlandbericht der OECD ausgelöst. Während der baden-württembergische Kultusminister Rau der OECD vorwarf, der Bericht ignoriere das hohe Maß an Durchlässigkeit des deutschen Bildungssystems, begrüßte der GEW-Vorsitzende Ulrich Thöne, dass Deutschland international keine Ruhe wegen der frühen Auslese zehnjähriger Kinder in Haupt-, Realschüler und Gymnasiasten bekomme. Und der Bundesverband Deutscher Privatschulen sieht sich durch den Bericht in seiner Forderung nach mehr Freiräumen für Schulen bestätigt. mehr

10.04.2008 Artikel

VBE: OECD-Kritik muss Folgen haben

"Die internationale Kritik am deutschen Schulsystem wird immer lauter, und das ist gut so", kommentiert der Vorsitzende der Lehrergewerkschaft VBE NRW den OECD-Wirtschaftsbericht für Deutschland. "Angesichts der demografischen Entwicklung und des schon jetzt erkennbaren Fachkräftemangels darf es in Bezug auf Bildungsreformen keine Tabus mehr geben." mehr

09.04.2008 Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung, Landesverband NRW

© OECD

OECD empfiehlt längeres gemeinsames Lernen

(bikl) Die Abkehr vom gegliederten Schulsystem, eine Verbesserung der frühkindlichen Bildung sowie Studiengebühren, die mit der Einführung von Darlehen verknüpft sind – so lauten einige der Empfehlungen der OECD zum deutschen Bildungswesen. Enthalten sind sie im Wirtschaftsbericht Deutschland, den der Generalsekretär der (OECD), Angel Gurría, heute dem Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Michael Glos, übergeben hat. mehr

09.04.2008 Artikel

Junge Lehrer/innen werden noch professioneller

Junge Lehrer/innen wünschen sich beim Berufseinstieg mehr Unterstützung und setzen sich für eine Veränderung der Schulstruktur ein. "Wir brauchen neue pädagogische Konzepte, bei denen die individuelle Förderung und nicht die Auslese im Mittelpunkt steht. Durch längeres gemeinsames Lernen wird mehr Chancengleichheit ermöglicht. Die Zukunft kann nur eine Schule für alle heißen," sagte am Montag (07.04.) in Freiburg Rainer Dahlem, Landesvorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) vor 250 jungen Lehrer/innen aus ganz Südbaden. Die GEW Südbaden veranstaltete zum vierten Mal einen Jung-Lehrer/innen-Tag. mehr

07.04.2008 Pressemeldung GEW Baden-Württemberg

Kultusminister Siegfried Schneider begrüßt "Bündnis Beste Bildung in Bayern"

Bayern soll in der Bildungspolitik und -praxis an der Spitze bleiben, dafür setzt sich das "Bündnis Beste Bildung in Bayern" ein. Gegenüber Kultusminister Siegfried Schneider hat der Vorstand mit Dr. Josef Amann, Christian Gohlisch, Anton Huber und Ingrid Ritt seine Zielsetzung dargestellt. Dabei wurde großes Einvernehmen deutlich. mehr

04.04.2008 Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

BLLV begrüßt Schaffung von mehr Lehrerstellen

Die heutige Ankündigung von Kultusminister Schneider, mehr Lehrerstellen zu schaffen, um die Unterrichtsversorgung und den Ausbau von Ganztagsschulen zu sichern, wird vom Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) ausdrücklich begrüßt. "Auch der Ankündigung, die Klassenhöchstgrenzen zu senken, stimmen wir zu", erklärte Wenzel. "Sollte die Staatsregierung für die erforderlichen Lehrerstellen richtig Geld in die Hand nehmen, kann der BLLV dies nur gut heißen", erklärte er. Gleichzeitig forderte Wenzel, bei der Umsetzung auf die jeweiligen Besonderheiten der Schulen einzugehen. Brennpunktschulen mit hohem Migrantenanteil oder schwieriger Schülerschaft sollte es beispielsweise erlaubt sein, bei 60 angemeldeten Schülern drei Klassen mit je 20 Schülern zu bilden, anstatt zwei Klassen mit jeweils 30 Schülern. "Dementsprechend müssen dann auch mehr Lehrerstellen zugewiesen werden, damit eine flexible Klassenbildung vor Ort ermöglicht wird." mehr

02.04.2008 Pressemeldung Bayerischer Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) e.V.

Ex-Ministerpräsident Vogel verteidigt G8

(bikl/ots) Der frühere Ministerpräsident von Thüringen Bernhard Vogel hat sich jetzt auch in die G8-Diskussion ein geschaltet. In einem Interview mit der ZEIT verteidigt er das achtjährige Gymnasium. In Thüringen und Sachsen gebe es das Abitur nach insgesamt zwölf Schuljahren schon seit 1990 mit guten Erfahrungen, erklärte der CDU-Politiker. mehr

02.04.2008 Artikel

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"Nicht akzeptabel, wie Schüler abgestraft und beleidigt werden"

(bikl) "Wenn man heute (in Deutschland) mit einer ernsthaften Reform begönne und alle bereits vorhandenen guten Beispiele einbeziehen würde, dann könnte man in etwa 15 bis 20 Jahren eine erste Bilanz ziehen", schreibt Rainer Domisch in dem jetzt erschienen Buch "Jenseits von PISA". Beinahe hätte der Unterrichtsrat in der obersten Schulbehörde Finnlands entscheidende Weichen in diese Richtung legen können, war er doch in einer von Andrea Ypsilanti (SPD) geführten hessischen Landesregierung als Kultusminister vorgesehen. Doch Domisch bleibt in Helsinki. Schließlich ist der Plan einer rot-grünen Regierung in Hessen gescheitert. bildungsklick.de sprach mit dem renommierten Bildungspolitiker über Schulstruktur und Lernkultur in Deutschland. mehr

31.03.2008 Artikel

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"Es ist ein Skandal, was sich diese Gesellschaft gegenüber den Lehrern leistet"

(bikl) Jüngst hat der Verband Bildung und Erziehung (VBE) auf der Leipziger Buchmesse zum ersten Mal den Förderpreis "Hauptsache LESEN" verliehen und damit nachhaltige Leseprojekte in Grundschulen ausgezeichnet. VBE Vorsitzender Ludwig Eckinger lobte dabei Deutschlands Grundschulen, die sich als gemeinsamer Lernort für alle Kinder bewährt hätten. Gleichzeitig jedoch warnte er vor dem großen Auslesedruck, der auf den Grundschulen laste und deren pädagogischen Anspruch zu konterkarieren drohe. bildungsklick.de sprach mit dem VBE-Vorsitzenden über die Entwicklung der Schulstruktur in Deutschland, die Probleme des achtjährigen Gymnasiums und über das Ansehen der Lehrkräfte. mehr

26.03.2008 Artikel

VDP spricht sich für Reform des Schulwesens aus

Der Bundesverband Deutscher Privatschulen e.V. spricht sich angesichts der anhaltenden Diskussion um die dreigliedrige Schulform für eine generelle Reform des Bildungssystems zu mehr Vielfalt aus. "Die derzeitige Debatte um eine Erneuerung des dreigliedrigen Schulsystems geht unserer Ansicht nach in die falsche Richtung", erklärt VDP-Präsident Michael Büchler. "Wichtiger als die Debatten um das Für und Wider von Gesamtschulen ist eine bedarfsgerechte Schülerförderung. Der damit verbundene Freiraum der Schulen ist unabdingbare Voraussetzung für ein international wettbewerbsfähiges Schulwesen." So müssten Schulen in der Lage sein, bei einheitlichen Abschlussstandards selbst entscheiden zu können, auf welchem pädagogischen Weg sie zu diesem Ziel gelangten. "Eine solche konzeptionelle Eigenständigkeit kann zur Reform der jeweiligen Schulform zugunsten einer Gesamtschule führen", so Büchler. "Genauso gut kann es aber aufgrund einer individuellen Schwerpunktlegung zu einer bewussten Entscheidung für das dreigliedrige Schulsystem kommen." Beides sei vor dem Hintergrund einer generellen Erneuerung des Bildungswesens zu mehr Eigenständigkeit von Schulen wünschenswert. mehr

19.03.2008 Pressemeldung Verband Deutscher Privatschulverbände (VDP) e.V.