Keine Studiengebühren für ausländische Studierende aus Entwicklungsländern, mehr und bessere Stipendien für alle ausländischen Studierenden und Rücksicht bei der Gebührenerhebung auf ihre finanziellen Verhältnisse generell: Dies fordern die 61 Studentenwerke in Deutschland von jenen Bundesländern, die Studiengebühren einführen wollen. Ansonsten drohe die Zahl ausländischer Studierender stark zurückzugehen, was die weitere Internationalisierung des deutschen Hochschulsystems gefährden würde. Auch für die stark exportorientierte Wirtschaft könnten negative Folgen entstehen, wenn die zukünftigen Eliten gerade aus Schwellen- und Entwicklungsländern Deutschland als Studienstandort in Zukunft meiden sollten. Auf ihrer Mitgliederversammlung in Berlin betonten die im Deutschen Studentenwerk (DSW) organisierten Studentenwerke, die bisherige Studiengebührenfreiheit sei für viele ausländische Studierenden bisher mit ein Grund gewesen, nach Deutschland zu gehen. "Nun sind wir drauf und dran, mitten im globalen Wettstreit um die besten Köpfe aus dem Ausland diesen Wettbewerbsvorteil in einen Nachteil umzuwandeln", warnt DSW-Präsident Prof. Dr. Hans-Dieter Rinkens.
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30.11.2005
Pressemeldung
Deutsches Studierendenwerk