Studiengebühren

Sachsens Wissenschaftsministerin fordert: Studienanreize statt Studiengebühren

"Die soziale Herkunft entscheidet auch in Sachsen zumeist darüber, ob jemand ein Studium aufnimmt oder nicht. An der Schwelle zur Hochschule entscheiden sich Frauen und Kinder aus Nicht- Akademikerfamilien trotz guter Leistungen häufig gegen ein Studium, da die Eltern nach wie vor die wichtigste Finanzierungsquelle sind", sagte Sachsens Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange heute vor dem Hintergrund der Diskussion um eine unveröffentlichte Studie des Bundesbildungsministeriums. Daraus geht hervor, dass allein 18 000 junge Menschen des Abiturienten-Jahrgangs 2006 aufgrund von Studiengebühren kein Studium aufgenommen haben. "Damit geht wichtiges Bildungspotenzial verloren. Das kann sich weder Sachsen noch irgendein anderes Bundesland angesichts der demografischen Entwicklung leisten." mehr

21.10.2008 Pressemeldung Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus

Zu den heutigen Berichten über eine angeblich abschreckende Wirkung von Studienbeiträgen stellt Wissenschaftsminister Thomas Goppel fest:

Für Bayern ist festzustellen, dass sich die Zahl der Studienanfänger seit Jahren erhöht und sich diese Entwicklung auch nach Einführung der Studienbeiträge fortsetzt. So ist die Zahl der Studienanfänger an den Hochschulen des Freistaats von 2001 bis 2007 von 46.370 auf 52.830 um 14 Prozent überproportional gestiegen (bundesweiter Anstieg um 5 Prozent). Auch nach Einführung der Studienbeiträge im Sommersemester 2007 steigen die Studienanfängerzahlen weiter, und zwar im Wintersemester 2007/2008 um 1,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Nach den vorläufigen, von den Hochschulen gemeldeten Zahlen ist zum Wintersemester 2008/2009 eine weitere Steigerung um 5,3 Prozent zu verzeichnen. mehr

20.10.2008 Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst

Pinkwart: "Kritik der Opposition ist weder konstruktiv noch redlich"

Innovationsminister Prof. Andreas Pinkwart hat den Vorwurf der Opposition scharf zurückgewiesen, Studienbeiträge würden abschreckend wirken. "Alle Zahlen für Nordrhein-Westfalen belegen das genaue Gegenteil. Dies wird auch durch das Votum des Hochschul-Informations-Systems (HIS) bestätigt." HIS hatte dem Studienbeitragsmodell in NRW bei einer Anhörung im Düsseldorfer Landtag erst kürzlich bescheinigt, es habe die sozialverträglichste Gebührenreglung bundesweit und besitze, so die HIS-Stellungnahme wörtlich, keine "nennenswerten Abschreckungseffekte". mehr

20.10.2008 Pressemeldung Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen

Bildungsgipfel: Deutsches Studentenwerk (DSW) fordert gemeinsames Handeln von Bund und Ländern für mehr Chancengleichheit

"Bund und Länder müssen gemeinsam die Chance ergreifen, endlich das deutsche Hochschulsystem sozial zu öffnen. Wir leben vom Rohstoff Bildung, aber er ist sozial extrem ungleich verteilt. Das ist beschämend für eine Demokratie. Die soziale Herkunft darf nicht länger darüber entscheiden, ob jemand studiert oder nicht." Mit diesen Worten appellierte Prof. Dr. Rolf Dobischat, Präsident des Deutschen Studentenwerks (DSW), an Bund und Länder, auf ihrem gemeinsamen Bildungsgipfel am Mittwoch konkrete Schritte für mehr soziale Durchlässigkeit ins Hochschulstudium zu verabreden. mehr

20.10.2008 Pressemeldung Deutsches Studierendenwerk

Fehlende Stipendien für Studierende sind ein "bildungspolitischer Skandal"

Als "bildungspolitischen Skandal" hat Prof. Dr. Rolf Dobischat, Präsident des Deutschen Studentenwerks (DSW), die Tatsache bezeichnet, dass lediglich 2% der Studierenden in Deutschland ein Stipendium erhalten. Auf Deutschlandradio Kultur sagte Dobischat heute Vormittag: "Von einem Stipendiensystem, dass diesen Namen auch verdient hätte, sind wir in Deutschland weit entfernt. Weder die Länder mit Studiengebühren noch die Wirtschaft haben bisher ihre vollmundigen Ankündigungen eingehalten." Dobischat wörtlich: "Man führt Studiengebühren ein oder wirbt für Studienkredite, hält sich aber mit neuen Stipendien für Studierende vornehm zurück. Das ist schändlich." mehr

20.10.2008 Pressemeldung Deutsches Studierendenwerk

Für eine nationale Bildungsstrategie – Zehn Thesen des DGB zum Bildungsgipfel

"Die Bundesrepublik braucht eine nationale Strategie in der Bildungspolitik", erklärte Ulrich Thöne, Vorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), am Montag in Berlin. Im Namen aller Gewerkschaften stellte er zehn Thesen des DGB zum Bildungsgipfel vor. "Bund, Länder und Kommunen müssen klare Entwicklungsziele definieren und verbindliche Vereinbarungen treffen. Der klein karierte Streit zwischen Bund und Länder vor dem Bildungsgipfel zeigt: Wir müssen den Wettbewerbsföderalismus überwinden. Nur wenn alle an einem Strang ziehen, können wir die notwenigen Bildungsreformen umsetzen und eine bessere Finanzierung des Bildungssystems sicherstellen. Der Gipfel soll das Signal aussenden: Bildungsarmut muss effektiv bekämpft und der drohende Pädagogenmangel abgewendet werden. Deutschland braucht eine spürbare Wende in der Bildungspolitik!" mehr

20.10.2008 Pressemeldung Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB)

Deutsches Studentenwerk: "Studiengebühren gehören abgeschafft"

Prof. Dr. Rolf Dobischat, der Präsident des Deutschen Studentenwerks, hat sich erneut deutlich gegen Studiengebühren ausgesprochen. In einer Sendung des Westdeutschen Rundfunks sagte er am Samstag in Köln: "Studiengebühren gehören abgeschafft. Sie sind sozial- und bildungspolitisch falsch. Studiengebühren belasten gerade einkommensschwächere Studierende und deren Eltern, und Studiengebühren können die ohnehin extreme soziale Selektion im deutschen Hochschulsystem noch weiter verschärfen." Es gebe "ernst zu nehmende" Hinweise, dass Studiengebühren junge Menschen abschreckten. So habe eine Befragung des Hochschul-Informations-Systems HIS ergeben, dass jeder vierte Studienverzichtler Angst vor Studiengebühren oder Verschuldung habe. mehr

20.10.2008 Pressemeldung Deutsches Studierendenwerk

BMBF und KfW stärken gemeinsam die Attraktivität der Bildungsfinanzierung

Das Bundesbildungsministerium (BMBF) und die KfW Bankengruppe haben am Donnerstag in Berlin noch einmal betont, dass die Erhöhung der Studierbereitschaft in Deutschland oberste Priorität hat. BMBF und KfW sind sich einig, dass der Studienkredit weiterhin ein attraktives Angebot neben anderen Finanzierungsinstrumenten bleiben muss. Deshalb haben sich Bundesbildungsministerium und KfW auf eine gemeinsame künftige strukturelle Veränderung der Studienkredite unter Einbeziehung sämtlicher Bildungskredite des Bundes und der KfW verständigt. Ziel ist es, zum einen eine dauerhaft vertretbare Obergrenze der Zinsbelastung für die Studierenden zu sichern. Gleichzeitig soll die individuelle Leistungsfähigkeit nach Abschluss des Studiums bei der Rückzahlung noch stärker berücksichtigt werden. mehr

17.10.2008 Pressemeldung Bundesministerium für Bildung und Forschung

Wir brauchen einen bildungspolitischen Kurswechsel statt symbolischer Politik

Bundeskanzlerin Angela Merkel stattet der Leuphana-Universität Lüneburg auf ihrer ersten Bildungsreise einen Kurzbesuch ab. "Studierende und Hochschulbeschäftigte brauchen eine grundsätzliche Verbesserung der Finanzausstattung der Hochschulen, einen Wandel in der Hochschulpolitik und keine symbolischen Gesten", kritisiert Eberhard Brandt, GEW-Vorsitzender in Niedersachsen den Merkel-Besuch. mehr

09.10.2008 Pressemeldung GEW Niedersachsen

BAföG: Höhere Fördersätze und Freibeträge treten ab 1. Oktober in Kraft

Bundesbildungsministerin Annette Schavan hat zum Beginn des neuen Semesters Studienanfängerinnen und Studienanfänger dazu aufgerufen, sich ihre Ansprüche auf Studienförderung nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) zu sichern: "Mit der Anhebung der BAföG-Sätze und der Freibetragsgrenze zum Wintersemester erleichtern wir die Entscheidung für ein Studium, indem wir deutliche finanzielle und strukturelle Verbesserungen geschaffen haben." Die Ministerin betonte am Mittwoch in Berlin: "Die Förderung nach dem BAföG mit der Kombination aus Zuschuss und zinslosem Darlehen bietet eine solide Studienfinanzierung." mehr

01.10.2008 Pressemeldung Bundesministerium für Bildung und Forschung