Zeugnis

Zur aktuellen schulpolitischen Auseinandersetzung in Bayern

Die guten bayerischen Ergebnisse der PISA-Studien haben ihren Preis. Hohe Hürden vor dem Gymnasium führen nicht nur der Realschule viele Schüler/innen zu, die in anderen Bundländern das Gymnasium besuchen. Profitiert davon hat lange Zeit auch die bayerische Hauptschule mit einem hohen Schüler/innen-Anteil, der außerhalb Bayerns vor allem Real- und Gesamtschulen besucht. Diese Situation hat sich nun ausgerechnet durch PISA auch für das deutsche PISA-Siegerland Bayern geändert. Zum einen findet auch in Bayern bei der Zuordnung zu den drei Regelschulformen Hauptschule, Realschule und Gymnasium die für ganz Deutschland so beschämende soziale Selektion statt. Was die bayerische Schulpolitik jedoch härter trifft, ist die im internationalen Vergleich viel zu geringe deutsche Quote an Schüler/innen mit Hochschulreife. Darin ist Bayern nun auch Spitze unter den Bundesländern mit gerade einmal 20 Prozent Abiturienten. mehr

20.08.2008 Artikel

Zweimal "mangelhaft" - Nur mit Ausgleich hat Schüler Anspruch auf Versetzung

(redaktion/PM) Die Nichtversetzung eines Gymnasialschülers, der in zwei Fächern die Note "mangelhaft" hat und nur eine davon durch bessere Noten in anderen Fächern ausgleichen kann, ist rechtlich nicht zu beanstanden. Vor diesem Hintergrund hat die 6. Kammer des Verwaltungsgerichts Mainz in einem einstweiligen Anordnungsverfahren die Zulassung eines nicht versetzten Mainzer Gymnasiasten (Antragsteller) in die nächsthöhere Klassenstufe abgelehnt. mehr

19.08.2008 Artikel

GEW fordert komplette Streichung der Kopfnoten

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) erteilt der Ankündigung Schulministerin Sommers, in "allernächster Zeit" eine Neuregelung für die Kopfnoten auf den Zeugnissen vorzulegen eine Absage und fordert die Vergabe von Kopfnoten aus dem NRW-Schulgesetz gänzlich zu streichen. mehr

08.08.2008 Pressemeldung GEW Nordrhein-Westfalen

Zuschüsse für ergänzende Schwimmlehrgänge an Grundschulen

Ein neues Konzept für ergänzende Schwimmlern-angebote an Grundschulen hat das Niedersächsische Kultus-ministerium entwickelt. Die Schulen können diese Kurse ab sofort gemeinsam mit externen Kooperationspartnern zusätzlich zum schulischen Schwimm-Pflichtunterricht anbieten. mehr

06.08.2008 Pressemeldung Niedersächsisches Kultusministerium

VBE bezweifelt, ob die Vorstellungen der FDP die Hauptschule retten

Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) Baden-Württemberg wi­derspricht FDP-Chef Noll, der in der Zweizügigkeit das künftige Heil der Hauptschule sieht. Viele Hauptschulen seien einzügig geworden, weil nie­mand mehr dorthin gehen wollte, behauptet der VBE-Sprecher. Bei einer von der Gesellschaft als Restschule stigmatisierten Bildungseinrichtung komme es letztendlich gar nicht mehr auf die Qualität der dort geleisteten Arbeit an, da auch hoch motivierten und gut ausgebildeten Jugendlichen dieser Schulart generell der Makel "Verliertyp" anhafte. mehr

04.08.2008 Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung, Landesverband Baden-Württemberg

Weit über 40 Prozent der Hochschulzugänge kommen von Hauptschulen und Realschulen

"Heute ist Zeugnistag -- Grund, den vielen Tausenden von Schülerinnen und Schülern herzlich zu gratulieren für ihre im letzten Jahr gezeigte Anstrengungsbereitschaft und ihre erbrachten Leistungen", beglückwünscht Anton Huber, Vorsitzender des Bayerischen Realschullehrerverbandes die jungen Menschen. Insbesondere der Abschluss der Mittleren Reife bietet den jungen Menschen vielfältige Möglichkeiten im Leben: Sie starten entweder erfolgreich ins Berufsleben oder schaffen auch über die beruflichen Oberschulen oder Fachhochschulen gleichrangig mit den Gymnasiasten das Abitur und absolvieren ein Studium. Bayern ist zudem das einzige Bundesland, in dem die Zahl der Studierenden immer noch ständig zunimmt, während sie im restlichen Deutschland abnimmt. mehr

01.08.2008 Pressemeldung Verband Reale Bildung

Unverantwortliches pseudopädagogisches Gesäusle zum Schulschluss!

"Wer das erfolgreichste Bildungswesen Deutschlands mit Schmutzkampagnen überzieht und für Bayern von einem "erbärmlichen Einheitsschulsystem" spricht, hat den Bezug zur Realität völlig verloren. Diese Leute, welche angeblich Lehrkräfte vertreten, verstehen weder etwas von Pädagogik noch von erfolgsversprechenden Bildungsreformen. Für diese simple Haltung gibt es nur zwei Erklärungen: Zum einen will man wohl mit der Besoldung eines Einheitslehrers die eigene Geldbörse besser füllen, zum anderen begibt man sich ohne Scham in die Situation von Steigbügelhaltern bestimmter politischer Gruppierungen, um ab Herbst die Gesamtschule in Bayern einführen zu können. Die Kinder und ihr Schicksal spielen dabei offensichtlich keine Rolle.", so die Bewertung der jüngsten Äußerungen aus der Funktionärsebene des BLLV durch den Vorsitzenden des Bayerischen Realschullehrerverbandes (brlv), Anton Huber. mehr

01.08.2008 Pressemeldung Verband Reale Bildung

Schulerfolg darf nicht von Noten abhängen

Rund 1,4 Millionen Schülerinnen und Schüler in Bayern erhalten am Freitag ihr Abschlusszeugnis für das Schuljahr 2007/2008. "Sie haben ein anstrengendes Schuljahr hinter sich gebracht und nun ein Recht auf Ferien und Erholung", betonte der Präsident des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes (BLLV), Klaus Wenzel. mehr

30.07.2008 Pressemeldung Bayerischer Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) e.V.

Besser nicht sitzenbleiben

Am Freitag gibt es das Jahreszeugnis, und in viel zu vielen steht "nicht versetzt". Weil entgegen landläufiger Meinung das Sitzenbleiben so gut wie nie etwas nützt, rät der Bayerische Elternverband allen Schülern und ihren Eltern, alle Hebel in Bewegung zu setzen, um das Sitzenbleiben doch noch zu verhindern. "Was nützt es dem Schüler, zehn Fächer, in denen seine Leistung ordentlich war, noch einmal ein ganzes Jahr lang durchzukauen, nur weil er in Geschichte und Englisch Lücken hat?", sagt Isabell Zacharias, die Landesvorsitzende des Bayerischen Elternverbands. mehr

30.07.2008 Pressemeldung Bayerischer Elternverband

Bayernweit "Freie Fahrt für 1er Schüler"

Der bayerische Kultusminister Siegfried Schneider und Norbert Klimt, Vorsitzender der Regionalleitung der DB Regio Bayern, stellten heute Mittag im Münchner Hauptbahnhof die Aktion `Freie Fahrt für 1er Schüler` vor. Sie richtet sich an alle bayerischen Schülerinnen und Schüler, die für ihre sehr guten schulischen Leistungen belohnt werden sollen. Allen, die mindestens eine "Eins" im Zeugnis stehen haben, spendiert die Bahn einen Tag lang freie Fahrt. Pünktlich zum Start der Sommerferien können diese am 4.August 2008 in allen Regionalzügen kostenlos quer durch Bayern fahren. mehr

30.07.2008 Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus