66 Schüler erhalten Urkunden als Mentoren für Verkehrserziehung
66 Schülerinnen und Schüler haben am Mittwoch (9. Juli) im Europa-Park Rust nach einem Jahr Schulung die Urkunden für den erfolgreichen Abschluss der Ausbildung zum Schülermentor für Verkehrserziehung erhalten. Edwin Gahai, Direktor des Landesinstituts für Schulsport Baden-Württemberg (LIS), und Franz Gruler, Vizepräsident der Landesverkehrswacht Baden-Württemberg, gratulierten zusammen mit Reinhard Mohr, Regionalbeauftragter des ACE Auto Club Europa, den 13- bis 14-jährigen Jugendlichen und bedankten sich für deren Bereitschaft zum ehrenamtlichen Engagement. "Die Verkehrserziehung ist angesichts des zunehmenden Straßenverkehrs wichtig", sagte Gahai. Gerade junge Menschen seien als Radfahrer, Inline-Skater und Fußgänger vielfältigen Gefährdungen ausgesetzt.
09.07.2008 Pressemeldung Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-WürttembergSicheres Inline-Skating und Rad fahren sind zentrale Ausbildungsinhalte. Die Jugendlichen üben das fachgerechte Instandhalten des Fahrrads, lernen elementare Verkehrsregeln und trainieren umsichtiges Verkehrsverhalten sowie das Fahren in der Gruppe. Von den ersten Schritten, über Fall- und Bremsübungen bis zum Skaten in Kleingruppen wird den Schülermentoren der sichere Umgang mit den Inline-Skates beigebracht. Die Aufgaben der Schülermentoren sind vielseitig. Die Jugendlichen geben ihre gewonnenen Erfahrungen und Kenntnisse an die Mitschüler weiter und unterstützen die Lehrkräfte beispielsweise bei der Gestaltung von Radwander- und Schullandheimtagen, achten an der Bushaltestelle auf ihre Mitschüler, geben Tipps für erste Hilfe nach Fahrradstürzen und erarbeiten Verbesserungsvorschläge zur Schulwegsicherheit.
"Das Schülermentoren-Programm wird an den Schulen stark nachgefragt", sagte Gahai. Dem LIS liegen für 88 Ausbildungsplätze im kommenden Schuljahr bereits 150 Anmeldungen vor. Ein solcher Erfolg sei nur Dank einer fast zehnjährigen Unterstützung von Partnern aus Politik, Wirtschaft, Verkehrsverbünden und Verbänden möglich. "Die Schülermentoren und die Schulen profitieren vom ehrenamtlichen Engagement", betonte Gahai. Es lohne sich, so Gahai, Verantwortung zu übernehmen und Eigeninitiative sowie Teamgeist zu entwickeln, denn bei vielen Unternehmen fließe die Mentorenausbildung in die Bewertung der Bewerber ein.
Im Schuljahr 1994/1995 wurde mit der Ausbildung Schülermentor/in Sport begonnen. Derzeit gibt es in den Bereichen Sport, Musik, Soziale Verantwortung, Verkehrserziehung, Natur- und Umweltschutz, Bildende Kunst, Medien und Suchtprävention Mentorenprogramme. Bisher wurden über 20 000 Schülerinnen und Schüler in Baden-Württemberg zu Mentoren ausgebildet (Stand Ende Schuljahr 2006/2007). Weitere Informationen zu den Schülermentorenausbildungen in Baden-Württemberg können im Kultusportal Baden-Württemberg abgerufen werden:
www.kultusportal-bw.de/servlet/PB/menu/1189814/
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