Appell der Bildungsverbände: Nicht nur in Baumaßnahmen investieren

(redaktion) Eindringlich haben die führenden Bildungsverbände in Deutschland heute an Bund und Länder appelliert, auch in die Bildungsqualität zu investieren. Anlässlich der heutigen Sondersitzung des Bundesrates zum Konjunkturprogramm II warnen sie gemeinsam davor, in diesem Programm für den Bildungsbereich lediglich Investitionen für Baumaßnahmen vorzusehen.

20.02.2009 Artikel

In einem Schreiben an Bundeskanzlerin Angela Merkel und an Bundesratspräsident Peter Müller begrüßen Bundeselternrat (BER), Deutscher Philologen Verband (DPhV), Didacta Verband, Gewerkschaft erziehung und Wissenschaft (GEW), Verband Bildung und Erziehung (VBE) und VdS Bildungsmedien zwar einhellig die Entscheidung der Bundesregierung, beim Konjunkturprogramm II den Schwerpunkt auf die Bildungsinanzierung zu legen. Sie weisen aber gleichzeitig darauf hin, dass Bildung in Deutschland über viele Jahre finanziell vernachlässigt worden und im OECD-Vergleich deutlich unterfinanziert sei.

Es könne nicht Ziel des Paketes sein, die Gelder ausschließlich für Baumaßnahmen zu verwenden, heißt es in dem Brief. Ein in dieser Höhe einmalig hohes Konjunkturprogramm im Bildungsbereich dürfe sich nicht darin erschöpfen, dass in den Schulen nur saniert, aber nicht in die Verbesserung der Bildungsqualität investiert werde. Neben intakten Gebäuden benötigten die Schulen auch eine Erneuerung des Mobiliars, der Einrichtung von Labor- und Arbeitsräumen und eine Modernisierung der Lehr- und Lernmittel, von der Software bis zu den Schulbüchern. Außerdem sollten die Investitionsentscheidungen nach Dringlichkeit in enger Abstimmung mit den Schulen selbst erfolgen.


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