Auch der LandesschülerInnenausschuss Berlin gegen ProReli
Die Initiative ProReli findet keinen Anklang bei der offiziellen Vertretung der Berliner SchülerInnenschaft.
25.02.2009 Pressemeldung Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und ForschungDer LandeschülerInnenausschuss (LSA) Berlin spricht sich gegen einen spezifischen Religionsunterricht, alternativ zum Fach Ethik, aus.
Ein Religionsunterricht mit Schwerpunkt auf einer Religion, welche die Schule wählen kann, ist nicht im Interesse des Berliner Schulgesetztes. Zum Erlernen von interkultureller Kompetenz sollten alle Religionen beleuchtet und kein Schwerpunkt auf nur eine Glaubenslehre gesetzt werden. Das Pflichtfach Ethik wäre somit auch mit ProReli unerlässlich, um Schülerinnen und Schülern Toleranz gegenüber allen Religionen und Kulturen zu vermitteln, und Unwissen und Vorurteile abzubauen. "SchülerInnen sollten Unterricht erhalten, der ihnen neutral Wissen über alle Religionen und Weltanschauungen vermittelt.", erklärt Laura Fritsche, Vorsitzende des LSA Berlin. "Religionsunterricht nach ProReli würde SchülerInnen aufgrund ihrer Wahl voneinander getrennt verschiedenes Wissen erlangen lassen und dies ist wohl kaum sinnvoll, wenn man ihnen Offenheit, Interesse und Toleranz gegenüber anderen Kulturen mitgeben will." Damit schließt sich der LSA der LandeschülerInnenvertretung Berlin an und fordert alle stimmberechtigten Schülerinnen und Schüler, Eltern, LehrerInnen und BerlinerInnen auf, am 26. April 2009 ihre Stimme gegen die Wahl zwischen Ethik und Religion abzugeben.
Mit freundlichen Grüßen
Laura Fritsche
(Vorsitzende)
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