Auftaktveranstaltung zum Projekt "Individuelle Lernbegleitung für benachteiligte Jugendliche beim Übergang zwischen Schule und Beruf"

Kultusstaatssekretär Georg Wacker MdL hat am Montag (24.Juli) den Startschuss zu einem neuen Projekt des Kultusministeriums zur Förderung benachteiligter Jugendlicher beim Übergang zwischen Schule und Beruf gegeben. Ziel ist es, vor Ort ein Netzwerk von bürgerschaftlich engagierten Personen aufzubauen und diese zu schulen. Im Rahmen des Projektes werden 34 Stadt- und Landkreise sowie Jugendagenturen mit einem Gesamtbetrag von 5 Millionen Euro finanziell unterstützt. Die Fördermittel wurden von der Zukunftsoffensive IV der Landesstiftung Baden-Württemberg bereitgestellt.

24.07.2006 Pressemeldung Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg

Mit dem Projekt "Individuelle Lernbegleitung für benachteiligte Jugendliche beim Übergang zwischen Schule und Beruf" sollen leistungsschwächere Jugendliche in ihrem Bemühen um einen schulischen Erfolg und um einen gelingenden Übergang zwischen Schule und Ausbildung individuell und nachhaltig unterstützt werden.

Konkret sollen Haupt-, Förder- und Berufsschülerinnen und -schüler sowie Jugendliche, die Schulen für Erziehungshilfe besuchen, gefördert werden. Dabei handelt es sich um Jugendliche mit Migrationshintergrund, um Jugendliche, die unter Behinderungen und Beeinträchtigungen leiden und um Schülerinnen und Schüler, die Schwierigkeiten beim Lernen und der Motivation zur Leistung haben.

Durch Nachhilfe in Deutsch und Mathematik, individuelle Wegeplanung und persönliche Begleitung kann es gelingen, den betroffenen Jugendlichen einen Weg zur Teilhabe an persönlichem und gesellschaftlichem Erfolg zu öffnen. Dazu soll das Wissens- und Erfahrungspotenzial bürgerschaftlich engagierter Personen genutzt werden.

Die ehrenamtlich engagierten Frauen und Männer werden durch eine erfahrene Fachkraft unterstützt und geschult. Aus dieser Vernetzung von Stadt- und Landkreisen, Jugendagenturen, Schulen und Schularten mit bürgerschaftlich engagierten Personen, werden verschiedene Kompetenzen und Ressourcen auf das Ziel der Förderung junger Menschen hin konzentriert.

Staatssekretär Wacker bezeichnete das Projekt als einen positiven Ansatz, leistungsschwächeren Jugendlichen beim Übergang von der Schule in eine Ausbildung oder Beschäftigung, eine wirksame Unterstützung zu bieten. Diese Art der Hilfestellung müsse den gleichen Stellenwert wie die Förderung von begabten Schülerinnen und Schülern haben. "Unsere Gesellschaft muss dafür Sorge tragen, dass vor dem Hintergrund der steigenden Anforderungen Benachteiligung und Beeinträchtigung nicht zwangsläufig eine unzureichende berufliche Qualifizierung zur Folge haben. Jeder Jugendliche hat einen Anspruch auf eine Chance auf dem Ausbildungsmarkt", sagte Wacker.

Das Projekt hat eine Gesamtlaufzeit von vier Jahren und beginnt zum neuen Schuljahr im September diesen Jahres.

Anhang: Liste der 34 Projektträger

Jugendagentur/ Landkreis Lörrach
Jugendagentur Schwarzwald-Baar-Kreis
Jugend-w.e.r.k Landkreis Emmendingen
Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald
Jugendagentur/ Stadt Mannheim
Landkreis Waldshut
Jugendagentur Calw
Jugendagentur/ Landkreis Karlsruhe
Jugendagentur Stadt Karlsruhe
Jugendagentur Badische Bergstrasse
Landkreis Freudenstadt
Stadt Pforzheim
Enzkreis
Jugendagentur Heidelberg
Neckar-Odenwald-Kreis
Jugendagentur Rems-Murr-Kreis
Landkreis Böblingen
Hohenlohekreis
Jugendagentur Göppingen
Jugendagentur Heidenheim
Landkreis Esslingen
Jugendagentur Ludwigsburg/ Karlshöhe
Stadt Stuttgart
Jugendwerkstätten/ Jugendagentur Heilbronn
Landkreis Konstanz
Landkreis Sigmaringen
Zollernalbkreis
Stadt Ulm
Jugendagentur Dürmentingen im Landkreis Biberach
Jugendagentur Tübingen
Bodenseekreis
Landkreis Ravensburg
Landkreis Reutlingen
Stadt Baden-Baden/ Landkreis Rastatt


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