Bayerns Kultusminister Ludwig Spaenle besuchte KZ-Gedenkstätte Dachau
"Ich möchte, dass möglichst viele Schüler eine KZ-Gedenkstätte oder ein NS-Dokumentationszentrum als authentischen Ort dieser schlimmsten Jahre der deutschen Geschichte erleben." Dies betonte Bayerns Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle bei seinem Antrittsbesuch der KZ-Gedenkstätte Dachau. Hier könne die menschenverachtende Grausamkeit des braunen Unrechtsregimes in besonders eindrücklicher Weise nachempfunden werden. "Jeder Schüler soll selbst die Atmosphäre der brutalen Vernichtung menschlichen Lebens nachfühlen", ergänzte der Minister seine Aussage.
13.02.2009 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und KultusDie entsprechenden Besuche der Schüler müssen im Unterricht ausgiebig pädagogisch vorbereitet und auch nachbereitet werden, so Minister Spaenle auch nach einem Gespräch mit einer Schulklasse vor Ort. So könne nachhaltig Wissen vermittelt und können Haltungen geprägt werden. "Die Erinnerungsarbeit gehört zu den staatspolitischen Kernaufgaben", betonte Minister Spaenle, der auch für die Landeszentrale für politische Bildungsarbeit die Verantwortung trägt.
Der Grundlosung der Gründungsmütter und –väter der Bundesrepublik Deutschland, dem "nie wieder" mit Blilck auf das Unrechtsregime des Dritten Reichs, fühlt sich Minister Spaenle als promovierter Landeshistoriker in besonderer Weise verpflichtet.
Minister Spaenle ist hinsichtlich der Verankerung der Demokratie in den jungen Menschen optimistisch: Die rechtsstaatlich-demokratische Grundordnung in Deutschland erweise sich als tief im Bewusstsein der Bürger verankert. Die Hintergründe des Scheiterns der Demokratie der Weimarer Republik aber müsse dennoch den Schülern immer wieder vermittelt werden, um die Demokratie der Bundesrepublik auch künftig zu festigen.
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