Bei Schulsachen immer auf die Qualität achten
Nächste Woche geht die Schule los. In den Tageszeitungen liegen bunte Prospekte zum Schulanfang. Schreibwarenläden haben Schaufenster mit Buntstiften, Heften und Ordnern dekoriert. In den Supermärkten und Kaufhäusern gibt es Sondertische. Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) rät beim Kauf von Arbeitsmaterialien für den Unterricht auf Klasse statt auf Masse zu achten. Schüler arbeiten - wie Erwachsene auch - mit hochwertigem Material erfolgreicher und entspannter als mit minderwertiger Ramschware.
03.09.2013 Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung, Landesverband Baden-WürttembergIn den Kaufhäusern, Schreibwarenläden und Discountern hat man sich bereits voll auf den bevorstehenden Schulanfang eingestellt. Thematisch entsprechend dekorierte Schaufenster, Sondertische und bunte Prospekte machen Eltern klar, für was sie in den nächsten Tagen Geld auszugeben haben; denn trotz gesetzlich verankerter Lernmittelfreiheit müssen etliche Unterrichtsmaterialien von den Erziehungsberechtigten eingekauft und damit aus eigener Tasche bezahlt werden. "Das geht vor allem bei Schulanfängern ganz schön ins Geld, wenn man ein Kind zum ersten Mal mit Ranzen, Sportzeug, Mäppchen, diversen Buntstiften, Zeichenblock und Wasserfarbkasten auszurüsten hat", versichert der VBE-Sprecher.
Der VBE empfiehlt, nur die Arbeitsmaterialien für das kommende Schuljahr zu besorgen, die auch wirklich benötigt werden, und grundsätzlich bei allen Produkten mehr auf Klasse statt auf Masse im Ranzen zu achten. Wenige, dafür aber qualitativ hochwertige Farbstifte sind für den täglichen Gebrauch wertvoller als die ganze Kollektion von Buntstiften in der XXL-Angeber-Packung vom Ramschtisch, bei denen permanent die minderwertigen Minen abbrechen. "So etwas ruft beim Schüler nur Frust statt Freude beim Arbeiten hervor", sagt der VBE-Sprecher.
Beim Kauf des Ranzens haben Erstklässler sehr genaue Vorstellungen. Sie wollen meist genau das Design, das auch bei den Freunden angesagt ist. Bereits bei Schulanfängern gibt es Gruppenzwang und Prestigedenken. Auf Schulranzen mit Motiven vom Vorjahr gewährt der Handel häufig erhebliche Preisnachlässe. Eltern von "trendbewussten" Erstklässlern müssen viel Überredungskunst aufwenden, um dem Kind diese wesentlich günstigeren "Auslaufmodelle" für den Schulbeginn schmackhaft zu machen. Aber letztendlich kommt es auch beim schulischen Lernen auf das richtige Arbeitsmaterial an - und nicht so sehr auf die "Verpackung".
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