"Bessere Bedingungen für Hessens Schulen"

Hessens Schulen starten mit guten Bedingungen in das neue Schuljahr. "Wir haben nicht nur die Budgets für Lernmittel und Ganztagsangebote deutlich erhöht, sondern auch sichergestellt, dass die Schulen personell gut ausgestattet sind", sagte Kultusministerin Dorothea Henzler heute in Wiesbaden. "Dazu haben wir für dieses Schuljahr 1000 zusätzliche Stellen zur Verfügung gestellt."

20.08.2009 Pressemeldung Hessisches Kultusministerium

Neben diesen seien weitere 1292 freigewordene Stellen neu zu besetzen gewesen. Von diesen insgesamt 2292 Stellen seien, so Henzler, zur Zeit lediglich 43 noch nicht besetzt. "Somit liegen wir bei diesen neu zu besetzenden Stellen bei einer Besetzungsquote von aktuell 98,1 Prozent. Das ist ein hervorragender Wert. Wir sind zuversichtlich, dass sich diese Quote in den nächsten Tagen weiter erhöhen wird." Henzler dankte allen Staatlichen Schulämtern und Schulen für die gute Zusammenarbeit bei der Stellenbesetzung.

Gerade in den Mangelfächern habe noch nicht für jede Stelle der passende Kopf gefunden werden können. Mangelfächer blieben weiterhin Musik, Chemie und Physik im Haupt- und Realschullehramt, Physik und Latein im Gymnasiallehramt sowie Metall- und Elektrotechnik, Religion und Fremdsprachen im Lehramt an Beruflichen Schulen.

Erfreut zeigte die Ministerin sich auch über die Quote der Unterrichtsversorgung. Hier liege der Wert aktuell bei 99,6 Prozent. "Unser Ziel der hundertprozentigen Unterrichtsversorgung haben wir damit schon vor Schuljahresbeginn so gut wie erreicht. Auch die restlichen 0,4 Prozent werden wir in den nächsten Wochen abdecken können." Hierzu stünden als Möglichkeit vor allem die BAT-Verträge zur Verfügung. So könnten Schulen und Schulämter in den nächsten Wochen gemeinsam nachsteuern.

Als wichtige Neuerung verwies die Ministerin auf den sogenannten Zehn-Prozent-Erlass, der den Schulen von diesem Schuljahr an die Möglichkeit biete, bis zu 10 Prozent der ihnen zugewiesenen Stellen, die zur Zeit nicht besetzbar seien, als Geldmittel zur freien Verfügung zu erhalten. "Dadurch können die Schulen eigenständig kreative Lösungen entwickeln, um zum Beispiel geeignete Vertretungskräfte für die Mangelfächer einzustellen", hob Henzler hervor. "Sie können Überstunden ihrer eigenen Lehrer bezahlen oder zusätzlichen Unterricht von Referendaren oder von Lehramtsstudenten finanzieren. Der Erlass ist damit für die Schulen ein erster Schritt in die Selbstständigkeit und zugleich ein wichtiges Instrument in Zeiten des Lehrermangels."

Dass der Erlass bereits eine gute Akzeptanz bei den Schulen finde, zeige die Tatsache, dass rund 80 Stellen von den Schulen nach den Maßgaben dieses Erlasses verplant worden seien, sagte die Ministerin.

Anhang:

Schülerzahlen Schulform Schuljahr 2008/09 Schuljahr 2009/10 (Prognose)
Grundschule 221.000 219.000
Erstklässler 53.000 54.000
Vorklassen an Grundschulen 3.400 3.600
Förderstufe 21.000 19.000
Hauptschule / Hauptschulzweige 31.000 30.000
Realschule / Realschulzweige 85.000 85.000
Gymnasien / Gymnasialzweige 191.000 198.000
Integrierte Gesamtschulen 59.000 58.000
Förderschule 23.000 23.000
Berufliche Schulen 195.000 *
Gesamt 882.400 689.600

 

  • Die Daten der Beruflichen Schulen werden erst im Herbst eines Kalenderjahres erhoben, da sich bis dahin noch Änderungen bei der Zahl der Ausbildungsverträge und der Teilnehmer vollzeitschulischer Ausbildungsgänge ergeben.

 

Zahl der öffentlichen Schulen Schulform Anzahl
Grund-, Haupt- und Realschulen 1.229
davon reine Grundschulen 1.027
Gymnasien (inkl. reinen Mittel- und Oberstufengymnasien) 126
Integrierte Gesamtschulen 83
Kooperative Gesamtschulen 119
Förderschulen 185
Schulen für Erwachsene 16
Berufliche Schulen 120
Gesamt 1.878



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