Bildungsminister Rupprecht bei Gründung des Vereins "Netzwerk Zukunft. Schule und Wirtschaft für Brandenburg"
Die Kooperationspartner des "Netzwerk Zukunft. Schule und Wirtschaft für Brandenburg" haben am 11. September 2006 auf einer Gründungsversammlung in Anwesenheit von Bildungsminister Holger Rupprecht (SPD) das Netzwerk in einen gemeinnützigen Verein überführt. Das Netzwerk war im Jahr 2001 auf der Basis eines Beschlusses des Brandenburgischen Landtags "Schüler fit für die Wirtschaft" gegründet worden. Die Gründungsmitglieder des Vereins "Netzwerk Zukunft. Schule und Wirtschaft für Brandenburg e.V." sind das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg, die Industrie- und Handelskammern Potsdam, Frankfurt/Oder und Cottbus, die Handwerkskammern Potsdam, Frankfurt/Oder und Cottbus sowie die Vereinigung der Unternehmensver-bände in Berlin und Brandenburg e.V. (UVB). Die Regionaldirektion Berlin-Brandenburg der Bundesagentur für Arbeit, der Deutschen Gewerkschaftsbund Berlin-Brandenburg (DGB) sowie die Brandenburgische Landesrektorenkonferenz (BLRK) unterstützen das Netzwerk Zukunft weiterhin als Kooperationspartner und werden die Arbeit begleiten.
11.09.2006 Brandenburg Pressemeldung Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg"Mit der Vereinsgründung dokumentieren die Mitglieder noch stärker ihr gemeinsames Ziel, Schule und Wirtschaft näher zusammenzubringen", sagt Bildungsminister Rupprecht. "Ich verspreche mir insofern von dem Verein eine noch stärkere Durchschlagskraft bei der Verwirklichung des Netzwerkes Zukunft." Der neue Vereinsvorsitzender Wolfgang Spieß, Fachbereichsleiter Aus- und Weiterbildung der IHK Potsdam, sagte: "Wir werden dafür sorgen, dass Theorie und Praxis noch enger vernetzt werden, und dass es mit dem Verein einen kompetenten Ansprechpartner für alle Partner, so auch für die Wirtschaft, gibt."
Zur Unterstützung der Netzwerk-Partner sowie dem weiteren Auf- und Ausbau der Netzwerkaktivitäten wurde auf Beschluss der Kooperationspartner eine Geschäftsstelle mit Sitz in Potsdam eingerichtet. Sie bietet neben Informations- und Fortbildungsangeboten u.a. Beratung sowie strategische Unterstützung an und führt exemplarisch auch selbst Projekte durch.
Mit der Vereinsgründung dokumentieren die Gründungsmitglieder ihre Bereit-schaft, die Ziele des Netzwerk Zukunft zu verfolgen:
- Entwicklung einer landesweiten und regionalen Zusammenarbeit zwischen Schulen, Betrieben, Sozialpartnern und Hochschulen,
- Schülerinnen und Schüler stärken, damit sie den Anforderungen des sich rasant verändernden Arbeitsmarktes gewachsen sind und sich im Wettbewerb um Ausbildungs- und Arbeitsplätze behaupten können,
- Realistische und ressourcenorientierte Berufs- und Studienorientierung als Teil der Lebensplanung ermöglichen.
Nach fünf Jahren Kooperation im Netzwerk Zukunft wurden von den Partnern bereits viele Weichen gestellt und gemeinsam Teilerfolge erzielt. Hierzu gehören z.B. die bildungspolitischen Rahmenbedingungen, die es den Schulen im Land Brandenburg ermöglichen, schulisches und außerschulisches praxisbezogenes Lernen mit Partnern aus Wirtschaft, Hochschule und aus dem kommunalen Bereich vor Ort zu realisieren.
Aus Sicht der Wirtschaftspartner trägt das Engagement im Rahmen des Netzwerk Zukunft dazu bei, jungen Menschen in den Regionen des Landes Brandenburg berufliche Perspektiven aufzuzeigen und sie dabei zu unterstützen, als interessierte Auszubildende oder Studierende den künftigen Fachkräftebedarf im Land Brandenburg zu sichern. Dazu bieten sie vielfältige Angebote an, um die Jugendlichen frühzeitig auf das Berufsleben vorzubereiten und beim Übergang von der Schule in Ausbildung, Studium und Beruf zu unterstützen.
Zu den Schwerpunkten der künftigen Vereinstätigkeit zählen:
- die Weiterentwicklung der Geschäftsstelle des Netzwerk Zukunft als landesweite Beratungs- und Serviceagentur zur Unterstützung der Vereinsziele,
- der Ausbau und die Verankerung der Netzwerkaktivitäten in den einzelnen Regionen des Flächenlandes Brandenburg, unterstützt von den Außenstellenleiterinnen und leitern,
- die Ausweitung, Verstetigung und qualitative Ausgestaltung des pädagogischen Ansatzes "Praxislernen", d.h. die Öffnung von Schulen und deren Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern für mehr Praxisbezug und Berufs- und Studienorientierung, Stärkung der Oberschulen,
- die Unterstützung von Initiativen zur Verbesserung der Schulabschlusssituation und der Übergange von Schulen in eine betriebliche Ausbildung oder ein Hochschul- bzw. Fachhochschulstudium.
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