Bildungsministerium weist Kritik zurück
"Von einer Benachteiligung der Gymnasien kann keine Rede sein. Bei der Zusammenstellung der vom Philologenverband heute in einer Pressemeldung verbreiteten Zahlen und Daten, die diese Kritik des Gymnasiallehrerverbands angeblich untermauern, werden völlig unsachgemäße Zusammenhänge hergestellt und den Leserinnen und Lesern falsche Schlussfolgerungen nahegelegt." Das stellte der Sprecher des Mainzer Bildungsministeriums, Wolf-Jürgen Karle, fest.
13.09.2011 Pressemeldung Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, Rheinland-PfalzDie von dem Gymnasiallehrerverband vorgenommene Gegenüberstellung der in den Gymnasien zum Schuljahresbeginn neu eingestellten Lehrkräfte mit der Gesamtzahl der Bewerbungen von Kandidatinnen und Kandidaten mit dem Gymnasiallehramt sei aus mehreren Gründen ein "Täuschungsversuch", so der Sprecher:
- erklärt sich die Gesamtzahl der Bewerbungen für das Gymnasiallehramt in hohem Maße durch Mehrfachbewerbungen in unterschiedlichen Bundesländern;
- stammten 60 Prozent der Bewerberinnen und Bewerber für Stellen in Rheinland-Pfalz aus anderen Bundesländern; (Anmerkung des Ministeriumssprechers: Dieser Anteil ist stark angestiegen und ist wohl kaum ein Beleg für eine mangelnde Attraktivität des rheinland-pfälzischen Schuldienstes. Das bedeutet aber auch ein hohes Risiko, dass Bewerberinnen und Bewerber aus anderen Bundesländern letztlich doch eine Einstellung in ihren Heimatländern bevorzugen.)
- müssen der Gesamtzahl von Bewerberinnen und Bewerbern mit Gymnasiallehramt 191 Einstellungen gegenübergestellt werden und nicht – wie vom Philologenverband behauptet – 143 Gymnasiallehrkräfte, weil es auch Einstellungen an Integrierten Gesamtschulen gab;
- werden bei dem Vergleich des Philologenverbandes völlig die Fächerkombinationen auf der Bewerberseite und auf der Bedarfsseite außer Acht gelassen.
Tatsache sei weiter, dass bei einem Vergleich der verschiedenen Einstellungstermine im gesamten Kalenderjahr (also 1.2. und 1.8.) im Jahr 2011 die Einstellungen von Lehrkräften mit Gymnasiallehramt in Rheinland-Pfalz insgesamt sogar etwas höher liege als 2010, so der Ministeriumssprecher abschließend.
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