Bildungsreformen beginnen zu greifen!

Die vom Institut der Deutschen Wirtschaft zum Bildungsmonitor 2008 festgestellten Fortschritte in der Bildungspolitik hat der Bundesvorsitzende des Deutschen Philologenverbandes, Heinz-Peter Meidinger, begrüßt. Tatsächlich habe es in den letzten 10 Jahren anerkennenswerte Anstrengungen einiger Bundesländer im Schul- und Hochschulbereich gegeben, die sich nun auszuzahlen beginnen, so der Verbandschef in Berlin.

26.08.2008 Pressemeldung Deutscher Philologenverband (DPhV)

"Insbesondere die hohen Klassenstärken an Gymnasien und Realschulen und der sich noch weiter verstärkende Lehrermangel in den naturwissenschaftlichen Fächern sind Schwachstellen im Schulbereich, die wir uns dauerhaft nicht leisten können und dürfen", betonte Meidinger. Er forderte alle Landesregierungen auf, ähnlich wie Bayern und Baden-Württemberg endlich Maßnahmen zum dauerhaften Abbau übervoller Klassen einzuleiten, auch wenn dies nicht kostenneutral zu haben sein werde.

"Die Nutznießer werden aber alle sein, Eltern, Schüler und Lehrer, weil nur dann der Begriff der individuellen Förderung wirklich mit Leben gefüllt werden kann", sagte er.

Der DPhV-Vorsitzende wies allerdings darauf hin, dass es sich beim Bildungsmonitor nicht um ein empirisch objektives Messinstrument handele, sondern dass darin vor allem der Grad der Übereinstimmung bewertet werde, den die Bildungspolitik einzelner Länder mit den Forderungen der Arbeitgeberverbände aufweise. Das könne im Einzelfall durchaus problematisch sein, wenn z.B. die Kürzung von Schulzeiten oder die Umstellung auf Bachelor-Studiengänge als Maßstab für Qualitätsverbesserungen im Bildungsbereich genommen werde.


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