BLLV übersieht die Chancen eines freiwilligen Schuljahres im bayerischen Gymnasium

Die Äußerungen des BLLV-Präsidenten Klaus Wenzel zum individuellen zusätzlichen Jahr in der Mittelstufe des Gymnasiums werfen für das bayerische Kultusministerium die Frage auf, ob der BLLV die Idee eines freiwilligen Jahres verstanden hat und sie angesichts der gesellschaftlichen Entwicklung richtig einzuschätzen vermag.

13.03.2012 Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus
  1. Mit dem freiwilligen zusätzlichen Jahr bietet das Ministerium den jungen Menschen in besonderen Fällen die Zeit, die sie in ihrem Lernverhalten, für ihre Lernfortschritte und außerschulischen Interessen auf dem Weg am Gymnasium benötigen. Dies schafft beispielsweise auch den nötigen Freiraum für einen längeren Auslandsaufenthalt.

Das freiwillige zusätzliche Jahr bringt den Schulen keine Strukturänderung und lässt sie in der notwenigen Ruhe ihre pädagogische Aufgabe wahrnehmen. Dieses freiwillige zusätzliche Jahr eröffnet vielmehr dem einzelnen jungen Menschen eine auf ihn ausgerichtete Möglichkeit zur eigenen Entwicklung.

2. Das freiwillige zusätzliche Jahr bietet die Möglichkeit, dass Schülerinnen und Schüler nachhaltig lernen und sich individuell entwickeln können - nicht nur Schwächen aufarbeiten, sondern auch besondere Begabungen fördern.

3. Das Kultusministerium beschreitet mit seinem Vorstoß zu einem individuellen zusätzlichen Jahr konsequent den Weg der Individualisierung von Lernen in einem geschützten Rahmen. Einzelne Stücke bilden unter anderem die flexible Grundschule, die Einführungsklassen als Brücke zwischen Mittel-, Wirtschafts-, Realschule und Gymnasium sowie die Vorklassen als Brücke zwischen Mittel-, Wirtschafts- und Realschule zu den Fach- und Berufsoberschulen. Das Kultusministerium hat dabei ausschließlich den jungen Menschen im Blick. Das individuelle freiwillige Jahr gibt damit jungen Menschen insgesamt die Möglichkeit, diese Zeit individuell mit dem Blick in ihre Zukunft nutzen zu können, mögliche Belastungen werden dabei gesenkt.


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