Bildungspolitik

"Bund muss sich stärker engagieren"

(red/ots) - Der Parlamentarische Geschäftsführer der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Peter Altmaier, hat ein stärkeres Engagement des Bundes in der Bildungspolitik gefordert. Er sei zwar dagegen, die Verfassung wenige Jahre nach der Föderalismusreform wieder zu ändern, sagte Altmaier dem Berliner "Tagesspiegel" von morgen.

22.07.2010 Artikel
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Die Bürger erwarteten jedoch "Antworten auf die Frage, wie man die Bildungschancen von benachteiligten jungen Menschen verbessern kann". Aus dem Volksentscheid in Hamburg sei ersichtlich geworden, dass die Bürger das Gymnasium als eigenständige Schulform mit mindestens achtjähriger Ausbildungsdauer erhalten haben wollten. "Man muss akzeptieren, dass längeres gemeinsames Lernen keine Mehrheit in der Bevölkerung gefunden hat", sagte Altmaier. Das bedeute aber "nicht, dass die Politik sich jetzt zurücklehnen darf".

Die Zielbeschreibung, dass Kinder aus bildungsfernen Schichten den Anschluss nicht verlieren dürften, sei ja richtig gewesen. Nun müsse man versuchen, dieses Ziel mit anderen Mitteln zu erreichen. Und dafür, sagte Altmaier, "muss man Geld in die Hand nehmen." Mit dem Hamburger Referendum sei der Druck größer geworden, Kinder schon vor der Schule sowie in der Grundschulzeit zu fördern. Vor allem müsse stärker in Schulen investiert werden, die einen hohen Anteil an Schülern mit Migrationshintergrund haben. "Wir brauchen mehr Lehrer und spezielle Förderprogramme für Kinder aus bildungsfernen Familien."


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  • Der Tagesspiegel

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