"Da hat sich jemand politisch ins Abseits begeben" - Kein Sparkurs bei Lehrerinnen und Lehrern
"Wenn der Präsident eines bayerischen Lehrerverbandes schlichtweg falsche und unvollständige Zahlen auf den Tisch legt, dann werden wir uns diesem unverantwortlichen Vorgehen offen stellen", konterte Bayerns Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle die neuerlichen Vorwürfe des BLLV. Der Minister bekräftigte: "Es gibt keinen Sparkurs bei Lehrerinnen und Lehrern". Die Zahl der Lehrerstellen wächst zwischen 2007 und 2012 um 5.880 auf dann knapp 87.000. So viele Lehrerstellen gab es in Bayern noch nie.
10.02.2011 Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und KultusDie Staatsregierung weist seit der Wahl pro Jahr jeweils mindestens 1000 Stellen für zusätzliche Aufgaben und die Verbesserung der Rahmendingungen in Schule und Unterricht aus.
Minister Spaenle hatte bereits im vergangenen Jahr bekannt gegeben, welche Stellen, z.B. für den Wegfall der 13. Jahrgangsstufe des neunjährigen Gymnasiums, eingezogen werden würden.
Mit dem Verbandsvorsitzenden Wenzel bin ich mir nur in einem Punkt einig: "Noch mehr Stellen sind immer noch besser, aber Herr Wenzel sollte mit seinen Forderungen auf dem Boden der Realität bleiben." Wenzels Forderung nach 20.000 weiteren Stellen grenzen an Realitätsverlust. "Mit seiner offensiven Einstellungspolitik seit 2008 hat Bayern die Lehrer-Schülerrelation deutlich verbessert, und zwar auf den Wert von 1:16,8. Vor zehn Jahren lag er noch bei 1:18,2", unterstrich Minister Spaenle.
Der Haushalt des Kultusministeriums hat seit Beginn der Legislatur 2008 um etwa eine Milliarde erhöht.
Der Vorwurf der "Verschleierung" von Fakten sei grotesk. Minister Spaenle hat im Haushaltsausschuss des Landtags ausführlich berichtet und auch der Haushaltsplan lege die Fakten klar dar.
Erneut hatte heute der BLLV falsche und unvollständige Zahlen zur Lehrerstellen veröffentlicht. "Mit seinem Vorgehen hat sich Herr Wenzel politisch ins Abseits begeben", hat Minister Spaenle deutlich gemacht.
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