Dickste CO2-Mäuse ausgezeichnet

Dass es Hausmäuse gibt, weiß jedes Kind. Dass es eine Maus im Computer gibt, die sich von CO2 ernährt, wissen inzwischen auch viele Kinder und deren Eltern. Die CO2-Maus ist eine landesweite Initiative zum Klimaschutz, die sich an Schulklassen richtet und von der Versicherungskammer Bayern unterstützt wird. Am Mittwoch wurden die fünf besten Klassen mit der höchsten CO2-Pro-Kopf-Einsparung aus ganz Bayern geehrt. Die Siegerehrung fand in der Vinzenz von Paul-Realschule in Markt Indersdorf statt. Die Verleihung der Urkunden erfolgte durch den Staatssekretär des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultur, Dr. Marcel Huber, die Staatssekretärin des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Gesundheit, Melanie Huml, und Rainer Fürhaupter, Vorstandsmitglied der Versicherungskammer Bayern.

28.07.2010 Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Kultusstaatssekretär Dr. Huber betont: "Ich bin sehr stolz auf den Einsatz unserer bayerischen Schülerinnen und Schüler. Über 5.600 Jungen und Mädchen haben sich angemeldet, ein Maus-Konto eingerichtet und ca. 7.600 Tonnen CO2 eingespart. In Heizöl umgerechnet, haben die Schüler 3.300 Tonnen Öl eingespart – damit könnte man 3.300 Jahre lang eine Vier-Zimmer-Wohnung heizen! Sie haben gezeigt, dass sie sich für die Welt von morgen interessieren und sich für eine bessere Zukunft einsetzen." Umweltstaatssekretärin Melanie Huml: "Unser Klima können wir nur dann erfolgreich schützen, wenn alle mitmachen.

Mit der Initiative 'CO2-Maus' zeigen wir unseren Kindern spielerisch, wie sie einen Beitrag zum Schutz unseres Klimas leisten können." Das Umweltministerium hat die Initiative 'CO2-Maus' seit 2008 mit über 31.000 Euro gefördert. Rainer Fürhaupter, Vorstandsmitglied der Versicherungskammer Bayern, betont: "Es ist ausgesprochen wichtig, den Klimawandel und die Folgen in unsere Bildungseinrichtungen zu tragen und als festen Unterrichtsbestandteil zu verankern."

Fünf Klassen aus Bayern ausgezeichnet Den 1. Preis, eine zweitägige Kanufahrt, erhielt die Klasse 5c des Arnoldgymnasiums aus Neustadt bei Coburg mit ihrem Lehrer Erik Sinne. Weitere Preise gingen an die Realschule Vinzenz von Paul aus Markt Indersdorf, das Dienzenhofer Gymnasium in Bamberg, das Gymnasium Zwiesel und die Städtische Realschule Kempten. Wie funktioniert die Initiative? Auf www.co2maus.de meldet ein Lehrer seine Klasse an, worauf jeder Schüler seine eigene CO2-Maus erhält. Diese zeigt den Jugendlichen an, wo sie zu Hause Energie in Form von CO2 einsparen können. Die Palette der Maßnahmen reicht von der Energiesparlampe über den sparsamen Gebrauch von Warmwasser bis hin zu elektrischer Energie. Hat die Klasse genügend CO2-Kilo gesammelt, hat sie die Chance auf einen Preis beim CO2-Maus-Gewinnspiel.

Messbarer Beitrag zum Klimaschutz Lehrer Martin Aufmuth aus Erlangen, Initiator der CO2-Maus, erkennt eine Bewusstseinveränderung bei vielen Schülern. So wurden z.B. umweltschädigende Fernreisen gegen klimafreundlichere Urlaube eingetauscht.

Ein Schüler schreibt etwa im Gästebuch der CO2-Maus-Seite: "Liebe CO2-Maus, in diesem Jahr fliegt meine Familie nicht nach Australien. Das weite Fliegen macht nämlich unser Klima kaputt..."Die landesweite Klima-Initiative steht unter der Schirmherrschaft des Bayerischen Kultusministers Dr. Ludwig Spaenle. 2009 wurde sie mit dem Deutschen Klimapreis ausgezeichnet. Die CO2-Maus soll über Ursachen und Folgen des Klimawandels aufklären, das Bewusstsein schärfen und über politische Handlungsmöglichkeiten informieren. Der CO2–Zähler bewegt sich weiter. Derzeit steht er bei 13.000 Tonnen CO2 (CO2-Einsparung seit Beginn der Aktion). Die Aktion läuft bereits in Baden-Württemberg, Bayern und Hamburg. Sie soll auch auf die anderen Bundesländer in Deutschland ausgeweitet werden.


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