Brandenburg

Die 9. BREBIT endet am 15. November in Lübbenau

Eine Bilanz wie kaum in einem anderen Jahr kann die 9. BREBIT ziehen: an rund 160 Veranstaltungen mit 47 verschiedenen Referent/-innen an 42 Orten in ganz Brandenburg nahmen etwa 4.000 Menschen teil. Damit sind die 9. Brandenburger Entwicklungspolitischen Bildungs- und Informationstage auf Erfolgskurs und zeigen, dass globale Themen in die Öffentlichkeit gehören. An Grund- und Sekundarschulen in ganz Brandenburg setzten sich die Schüler/-innen mit den Folgen von Landgrabbing auseinander und erfuhren, dass in Lateinamerika und Afrika Bauernfamilien ihr Land verlieren, damit dort Futter für Tiere angebaut werden kann, deren Fleisch auf unseren Tellern landet. Sie lernten, woher unsere Schokolade kommt und warum Menschen ausgerechnet dort in Not leben, wo das Essen eigentlich wächst.

14.11.2012 Pressemeldung Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg

Ernährung steht in einem globalen Kontext das wurde auch bei Veranstaltungen deutlich, die von Gästen aus Sansibar mitgestaltet wurden. Sie berichteten an Schulen in Frankfurt/Oder, Dabendorf, Potsdam, Werder und Falkensee von Problemen, die heimische Hühnerzüchter durch importiertes brasilianisches Hühnerfleisch bekommen und wie Bauern in Bambi sich gegen den Landhunger eines Investors wehren.

Ausgewählte Projekte der 9. BREBIT werden auf der Abschlussveranstaltung am 15. November von 10 bis 15.30 Uhr im Gleis 3 Kulturzentrum Lübbenau noch einmal in Kurzform präsentiert. Außerdem können einige spannende Themen in fünf Workshops erkundet werden, bei denen zum Teil Schüler_innen die Leitung übernehmen.

Wenn die Koordinationsgruppe zum Abschluss einen Ausblick auf die 10. BREBIT im Jahr 2013 zum Thema Mobilität gibt, hat dieser Programmpunkt eine etwas bittere Note. Ungeachtet der sichtbaren Erfolge der BREBIT ist deren Weiterführung schon im Jubiläumsjahr akut gefährdet: die Projektstellen von 4 Mitgliedern der Koordinationsgruppe laufen aus. Ein Lichtblick könnte das Promotorenmodell sein, dessen Hauptanteil das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung tragen wird. Leider wurden im Haushaltsentwurf der Brandenburger Landesregierung für 2013/14 die nötigen Mittel für die Kofinanzierung der Promotor_innenstellen nicht eingestellt.

www.brebit.org


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