"Die Vorwürfe gehen an der Sachlage vorbei"
Zur Pressekonferenz der Grünen zu Ganztagesschulen in Baden-Württemberg erklärt das Kultusministerium:
26.07.2004 Pressemeldung Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-WürttembergDie Vorwürfe der Grünen gehen an der Sachlage vorbei. Der Ausbau der Ganztagesschulen und ganztägiger Angebote in Baden-Württemberg wird weiter systematisch und bedarfsorientiert ausgebaut. Bereits heute steht nahezu jede zehnte Ganztagesschule in Deutschland in Baden-Württemberg, das im Ländervergleich auf Platz 5 steht. Alleine in diesem Schuljahr wurden nach dem Landesprogramm 47 neue Ganztagesschulen genehmigt, die dafür auch zusätzliche Lehrerstunden erhalten. Für die öffentlichen Ganztagesschulen (ohne Sonderschulen) stehen alleine 500 Deputate zur Verfügung. Über die definierten Ganztagesschulen hinaus gibt es im Land eine Vielzahl ganztägiger Angebote, etwa bei rund 250 Hauptschulen oder in Horten und in der flexiblen Nachmittagsbetreuung, wo mehr als 22.000 Schulkinder täglich am Nachmittag betreut werden.
Deshalb ist der Vorwurf der Verweigerungshaltung unsinnig. Das Bundesprogramm für bauliche Zuschüsse für Ganztagesschulen wird ebenso sorgfältig wie zügig umgesetzt, um den Schulträgern eine schnellstmögliche Planung zu ermöglichen. Das Ministerium kann indes den Trägern nicht vorschreiben, für welche Schulformen sie Zuschüsse für Ganztagesbetrieb haben möchten. Offensichtlich ist der Bedarf bei Realschulen und Grundschulen derzeit relativ gering, unter anderem deshalb, weil die "Verlässliche Grundschule" Betreuung der Schulkinder anbietet.
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