Einschnitt für politische Bildung?
(bikl) Nach der Schließung der Landeszentrale drohe der politischen Bildung in Niedersachen erneut ein herber Einschnitt, warnte jetzt der Landesverband der deutschen Vereinigung für politische Bildung. Grund der Sorge ist das neue Kerncurriculum für das Unterrichtsfach „Politik-Wirtschaft“.
27.02.2006 ArtikelDanach werde die Politische Bildung in den Schuljahren 8-10 an den niedersächsischen Gymnasien auf die Hälfte reduziert. Statt eines innovativen Integrationskonzeptes der politischen und ökonomischen Bildung befürchtet der Verband außerdem die Belebung einer Zwei-Fächer-Lösung.
Entsprechend des Kerncurriculum-Entwurfs würden die Schülerinnen und Schüler weder etwas über den Nationalsozialismus noch über andere zeitgeschichtliche Themen erfahren. Fragen der Einwanderung und Interkulturalität würden ausgespart. Das ganze Problemfeld des Rechtsextremismus und Rassismus fände an niedersächsischen Gymnasien keinen Platz mehr, so der Verband. Nicht anders erginge es Fragen der Geschlechtergerechtigkeit und wirtschafts- und zukunftsrelevanten Themen wie Nachhaltigkeit und Globalisierung. Die traditionelle Politische Bildung, wie sie sich in den vergangenen 60 Jahren bewährt habe, wäre nicht mehr praktizierbar, erklärt der Verband und befüprchtet, dass stattdessen eine normativ geleitete Konsumentenerziehung Einzug in das Gymnasium halten könnte.
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