Erfolgreicher Abschluss der Mentorenausbildung
Der Direktor des Landesinstituts für Schulsport, Edwin Gahai, und Peter Löffler, Präsident der Landesverkehrswacht Baden-Württemberg gratulierten den zukünftigen Schülermentoren für Verkehrserziehung.
13.07.2005 Pressemeldung Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-WürttembergNach einem Jahr Training haben 80 Schülerinnen und Schüler am Mittwoch (13. Juli) im Europa-Park in Rust ihre Urkunden für den erfolgreichen Abschluss der Ausbildung als ehrenamtliche Schülermentoren für Verkehrserziehung erhalten. Edwin Gahai, Direktor des Landesinstituts für Schulsport Baden-Württemberg, und Peter Löffler, Präsident der Landesverkehrswacht Baden-Württemberg, gra-tulierten gemeinsam den 13- bis 14-jährigen Jugendlichen und bedankten sich für deren Bereitschaft zum ehrenamtlichen Engagement.
Die Verkehrserziehung werde angesichts des zunehmenden Straßenverkehrs immer wichtiger. Gerade junge Menschen seien als Radfahrer, Inline-Skater und Fußgänger vielfältigen Gefährdungen ausgesetzt. Gahai forderte insbesondere die Auto- und Lastkraftwagenfahrer zu mehr Rücksichtnahme auf. "Kinder und Jugendliche haben keinen eingebauten Airbag. Das müssen wir einigen Erwachsenen leider immer wieder klar machen", betonte Gahai. Allerdings müssten auch junge Menschen lernen, sich verkehrsgerecht zu verhalten. Der Direktor des Landesinstituts für Schulsport setzt dabei vor allem auf die Vorbildwirkung der Schülermentoren.
Die Radfahrausbildung sei ein Schwerpunkt der Mentorenausbildung. "Auch Radfahrer müssen sich an die Straßenverkehrsregeln halten, sonst kann es blitzschnell sehr ge-fährlich werden." Die Jugendlichen übten deshalb das fachgerechte Instandhalten des Fahrrads, lernten elementare Verkehrsregeln und trainierten vorrausschauendes Ver-kehrsverhalten sowie das Fahren in der Gruppe. Die gewonnenen Erfahrungen und Kenntnisse sollen die 13- bis 14-Jährigen an ihre Mitschüler weitergeben. Auf dem Ausbildungsplan steht auch das bei Kindern und Jugendlichen beliebte Inline-Skaten. Von den ersten Schritten, über Fall- und Bremsübungen bis zum Skaten in Kleingrup-pen werde den Schülermentoren der sichere Umgang mit den Inline-Skates beigebracht.
Das Aufgabengebiet der für die Verkehrserziehung ausgebildeten Schülermentoren ist umfangreich. Die Jugendlichen unterstützen ihre Lehrerinnen und Lehrer beispielsweise bei der Gestaltung von Radwander- und Schullandheimtagen, haben an der Bushaltestelle ein waches Auge auf ihre Mitschüler, geben Tipps für erste Hilfe nach Fahr-radstürzen und erarbeiten Verbesserungsvorschläge zur Schulwegesicherheit. Das Schülermentoren-Programm stößt in den Schulen auf reges Interesse. "Über 580 Schülerinnen und Schüler haben bisher eine Ausbildung zum Schülermentor im Be-reich der Verkehrserziehung erfolgreich absolviert. Das ist ein Riesenerfolg für dieses Projekt", freute sich Gahai. Der Andrang sei so groß gewesen, dass im Schuljahr 1998/99 die Initiative auf alle Schulen ausgeweitet worden sei. Gleichzeitig seien die Ausbildungskapazitäten erhöht worden. Derzeit werden pro Schuljahr 80 Schülerinnen und Schüler durch das Landesinstitut für Schulsport Baden-Württemberg zum Schü-lermentor in Sachen Verkehrserziehung ausgebildet. Gahai dankt den Partnern aus Politik, Wirtschaft, Verkehrsverbünden und Verbänden für deren Mitwirkung und Enga-gement, das die Ausbildungslehrgänge erst ermögliche. Von dem ehrenamtlichen En-gagement profitierten nicht nur die Schulen, sondern vor allem die Schülermentoren selbst. "Es lohnt sich, Verantwortung zu übernehmen, Eigeninitiative und Teamgeist zu entwickeln", so Gahai. In einer Umfrage hätten 75 Prozent der Personalchefs baden-württembergischer Unternehmen angegeben, dass ehrenamtliches Engagement in und außerhalb der Schule in die Bewertungen von Bewerbungen einfließe.
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