Eröffnung der Ausstellung "Die Jüdische Schule in Bayern" im Bayerischen Schulmuseum Ichenhausen

Die Ausstellung "Die Jüdische Schule in Bayern" im Bayerischen Schulmuseum hat Kunstminister Thomas Goppel am Dienstag in Ichenhausen eröffnet. Goppel: "Die Ausstellung im Ichenhausener Zweigmuseum des Bayerischen Nationalmuseums gibt uns ein anschauliches Bild über das jüdische Schulwesen in Bayern und reiht sich damit ein in die Leistung der jüdischen Kulturmuseen in Augsburg, Würzburg und München, die uns die religiösen, kulturellen und alltäglichen Lebensformen des bayerischen Judentums vor Augen führen."

19.06.2007 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst

Gerade am Beispiel des Schulwesens lassen sich wichtige Aspekte der Geschichte der Juden seit dem Übergang des Landes vom Kurfürstentum zum Königreich veranschaulichen. So behandelt die Ausstellung die von der Aufklärung ausgehenden Maßnahmen der bayerischen Regierung in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. In Folge dieser Maßnahmen entstand ein durch die Kultusgemeinden selbst finanziertes jüdisches Schulwesen. Das wird in der Ausstellung am Beispiel der jüdischen Volksschule Ichenhausen und der Israelitischen Realschule in Fürth gezeigt. Ein eigenes Kapitel stellt die nach streng religiösen Maßstäben ausgerichtete Ausbildung der jüdischen Lehrer dar. Die Ausstellung widmet sich zudem dem Schicksal der jüdischen Lehrer und Schulkinder während des NS-Regimes.

Ichenhausen beherbergte im 19. Jahrhundert die größte jüdische Landgemeinde Bayerns. Sie umfasste zeitweise bis zu 1.300 jüdische Bürger und machte damit fast die Hälfte der gesamten Einwohnerschaft aus.


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