Etat für deutsche Auslandsschulen soll um 25 Prozent steigen
(bikl.de/HB) Das Netz deutscher Auslandsschulen soll massiv ausgebaut werden. Die Bundesregierung werde dazu im kommenden Jahr den Etat für die Schulen um ein Viertel anheben, sagte Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) gegenüber dem Handelsblatt. In der gleichen Zeitung begrüßte DIHK-Präsident Ludwig Braun das stärkere Engagement der Regierung.
06.08.2007 ArtikelZur Zeit sind etwa 600 Auslandsschulen im Etat des Auswärtigen Amtes gelistet, bei dem die Zuständigkeit angesiedelt ist. "Das Netzwerk möchte ich mit der Schulinitiative auf mindestens 1000 Partnerschulen erweitern", sagte Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) dem Handelsblatt. Gleichzeitig wolle er auch ein stärkeres finanzielles Engagement der Unternehmen erreichen.
DIHK-Präsident Ludwig Braun begrüßte die vorgesehene Steigerung im Bundesetat um 41,5 Millionen auf 209,5 Millionen Euro im Jahr 2008. Die Initiative des Außenministers zur deutlich verbesserten Finanzierung der deutschen Schulen im Ausland sei gut und notwendig, sagte der DIHK-Präsident zum Handelsblatt. Denn aus zwei Gründen brauche die Wirtschaft diese Schulen. Sie erleichterten international tätigen Firmen die Entsendung von Managern ins Ausland, wenn deren Kinder die Chance auf einen deutschsprachigen Unterricht erhalten würden. Zum anderen seien zunehmend auch die nicht-deutschen Absolventen dieser Schulen als Arbeitskräfte für die deutschen Firmen interessant.
Nach Angaben des Handelsblatts gibt es weltweit 117 deutsche Auslandsschulen in 63 Ländern mit über 100 000 Schülern. Daneben gebe es über 400 Schulen mit einem deutschsprachigen Zweig sowie mehr als 100 Schulen mit einer Lehrervermittlung und -Betreuung aus Deutschland.
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