Adaptivbikes

Fahrradfahren trotz Rollstuhl

(red/idw) Rund 20.000 Kinder und Jugendliche in Deutschland sind in ihrem Alltag auf einen Rollstuhl angewiesen. Damit auch diese Kindern die Faszination des Radfahrens erleben können, haben Wissenschaftler der Deutschen Sporthochschule Köln ein besonderes Projekt ins Leben gerufen: Rückenwind.

07.06.2012 Artikel
  • © Stephan Floss

"Wir besuchen Förderschulen und stellen dort den Schülerinnen und Schülern sogenannte Adaptivbikes vor. Das sind Räder, die man vor den Rollstuhl spannen kann", erklärt Projektleiter Dr. Thomas Abel. Unterstützung bekommen sie dabei von prominenten Sportlern, wie Handbike-Weltmeister Vico Merklein. "Das Gute an den Adaptivbikes ist, dass die Kinder drei Räder haben und nicht umkippen können. Was sie lernen müssen, ist die Koordination", so der 34-jährige Profi. Neben dem Fahrtraining bekommen sie auch eine Einführung in das sichere Fahren und in Grundlagen des korrekten Verhaltens im Straßenverkehr.

"Kinder an Förderschulen mit dem Schwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung sind noch nicht dort, wo sie sein könnten", so die Einschätzung von Dr. Volker Anneken vom Forschungsinstitut für Inklusion durch Bewegung und Sport (FiBS e.V.), einem An-Institut der Sporthochschule. Rückenwind soll ein Schritt in die richtige Richtung sein. Neben der Aufklärung und dem ersten Kontakt zu Handbikes, geht es den Wissenschaftlern auch darum zu zeigen, welche Veränderungen sich für die Teilhabe der Kinder durch die gesteigerte Mobilität ergeben.

Weitere Informationen www.trainingsworld.com/sporthochschule


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