Falsche Rückschlüsse

Nach einer Studie des Wissenschaftszentrums Berlin sollen 30 Prozent der Schüler an Schulen über- oder unterfordert sein.

27.08.2009 Pressemeldung Deutscher Philologenverband (DPhV)

Dazu erklärte der DPhV-Bundesvorsitzende Heinz-Peter Meidinger: "Es ist wissenschaftlich unseriös, jeden Schüler, der beispielsweise trotz Gymnasialempfehlung an einer Realschule angemeldet wurde, als unterfordert zu bezeichnen. Oft wählen die Eltern und Schüler bewusst ein bestimmtes Schulprofil. Auch über die Realschule hat man fast überall die Chance, einen zum Abitur führenden Bildungsgang anzuschließen."

Auch die Schlussfolgerung der Forscher, eine Gemeinschaftsschule bzw. ein längeres gemeinsames Lernen würden Über- oder Unterforderung vermeiden helfen, wies Meidinger zurück: "Gerade an Gesamt- und Einheitsschulen werden nachgewiesenermaßen besonders viele Kinder systematisch unterfordert. Dort gelingt die begabungsgerechte Förderung am schlechtesten!"


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