Fast 150.000 Computer in baden-württembergischen Schulen
Seit 1996 investiert Baden-Württemberg Mittel in Millionenhöhe in die Computerausrüstung der Schulen und die Medienschulung der Lehrkräfte. Die "Medienoffensive Schule" der Landesregierung sei ein voller Erfolg, bilanziert Helmut Rau, Staatssekretär im baden-württembergischen Kultusministerium. Im Jahr 2004 gab es an den öffentlichen Schulen im Land bereits mehr als 146.000 Unterrichtsrechner, davon 21.200 mobile Laptops bzw. Notebooks. Bis zum Jahr 2006 wird das Land insgesamt 60 Millionen Euro ausgeben, um Baden-Württembergs Schulen für das Computerzeitalter fit zu halten.
26.05.2005 Pressemeldung Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-WürttembergDie Ergebnisse einer aktuellen Erhebung des Kultusministeriums zeigen, wie schnell sich der Computer einen festen Platz in der Ausstattung der öffentlichen baden-württembergischen Schulen gesichert hat. Seit 1996 wurden im Land knapp 100.000 Unterrichtsrechner neu angeschafft. Insgesamt hat sich die Zahl der Computer an den Schulen mehr als verdreifacht. Staatssekretär Helmut Rau sieht Baden-Württemberg damit in einer bundesweiten Vorreiterrolle. "Wo Vergleiche bei der EDV-Ausstattung möglich sind, liegt Baden-Württemberg an der Spitze." Kamen vor neun Jahren in Baden-Württemberg noch 20 Schüler auf einen Computer, so sind es im laufenden Schuljahr nur noch neun. Im bundesweiten Durchschnitt teilen sich derzeit 12 Schülerinnen und Schüler einen Rechner. Auch die Relation zwischen Computern und Schulen hat sich in den letzten Jahren weiter verbessert. 1996 standen den Schulen im Land im Schnitt 19 Computer zur Verfügung. Heute kann jede Schule in Baden-Württemberg - statistisch gesehen - auf 49 Unterrichtsrechner zurückgreifen.
Das Land habe frühzeitig erkannt, welche Vorteile Computer für die Arbeit an den Schulen mit sich bringen, betonte Rau. "Computer eröffnen für die Schülerinnen und Schüler neue Zugangs- und Arbeitsmöglichkeiten und tragen insgesamt zu größeren Gestaltungsmöglichkeiten im Unterricht bei", sagte der Staatssekretär. Mit dem Programm "Medienoffensive Schule" habe die Landesregierung das Fundament für den fächerintegrativen Einsatz der Medien im Unterricht gelegt.
Darüber hinaus wurden ab 2002 zusätzlich jährlich 50 Millionen Euro (so genannter "Medienzuschlag") in der kommunalen Finanzausgleichsmasse zugunsten der Schulen zum Ausbau der EDV-Ausstattung umgeschichtet.
"Ziel ist es jetzt, die neuen Medien noch stärker in den Unterricht in allen Klassenstufen der weiterführenden Schulen zu integrieren", so Rau. Die Zahl der Rechner, die außerhalb der Computerräume und damit in anderen Unterrichtsräumen zum Einsatz kommen, ist von 55.500 im Jahr 2003 auf 61.200 im Jahr 2004 gestiegen. Das ist ein Plus von 10,2 Prozent. Dieser Zuwachs belegt nach den Worten Raus die wachsende Bedeutung des Rechnereinsatzes in den herkömmlichen Unterrichtsfächern.
14,5 Prozent der Rechner in baden-württembergischen Schulen sind, laut der statisti-schen Erhebung von 2004, Laptops bzw. Notebooks. Das macht einen absoluten Wert von 21.200 mobilen Computern aus. Davon stehen insgesamt 6.400 in den ausgewiesenen Computerfachräumen, während in den anderen Unterrichtsräumen 14.800 mobile Rechner zur Verfügung stehen.
Die neuen Bildungspläne sehen den Einsatz des Computers in den einzelnen Fächern und Fächerverbünden der weiterführenden allgemein bildenden Schulen über alle Schulstufen hinweg verpflichtend vor. So sollen beispielsweise Schülerinnen und Schüler im Fach Deutsch in die Lage versetzt werden, Informationen mit Hilfe des Internet zu recherchieren, unter Medieneinsatz Sachverhalte zu präsentieren und beim Schreiben die Möglichkeiten von Textverarbeitungsprogrammen produktiv zu nutzen. Im naturwissenschaftlichen Fächerbereich soll mit Computersimulationen gearbeitet bzw. sollen projektbezogene Daten mit dem Computer erfasst und ausgewertet werden.
Die gute Ausstattung der Schulen mit multimediafähigen Computern muss durch die technische und pädagogische Unterstützung der Lehrkräfte beim Einsatz neuer Medien ergänzt werden. Im Rahmen der Medienoffensive Schule II wird daher ein umfassendes Unterstützungsangebot für pädagogische Computernetze in baden-württembergischen Schulen aufgebaut. Grundlage dafür sind die gemeinsamen "Multimedia-Empfehlungen" des Landes und der kommunalen Landesverbände. Diese "Supportangebote" für schulische Netze auf der Basis einheitlicher Netzwerklösungen umfassen Hilfestellungen für die schulischen Netzwerkberater und Firmen durch eine telefonische Hotline und ein umfangreiches Informationsangebot im Internet (www.support-netz.de).
Bei Fragen zur Einführung pädagogischer Computernetze und der Erstellung eines "Medienentwicklungsplans" werden die Schulen vom Landesmedienzentrum oder den Stadt- und Kreismedienzentren beraten.
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