Förderschüler führen durchs Museum
(red/pm) Ein Beispiel, das Schule machen sollte: Schülerinnen und Schüler einer Förderschule führen Besucher durch ein Museum. Statt studierter Archäologen und Kunsthistoriker sind es in diesem Fall junge Menschen, die ihre eigene Sicht auf die Dinge eröffnen.
03.03.2011 ArtikelDie Schüler der Albert-Liebmann-Schule in Hannover-Groß Bucholz erläutern an verschiedenen Stationen den Museumsbesuchern ihre ganz besondere Sicht auf die Sonderausstellung "Goldener Horizont - 4.000 Jahre Nomaden der Ukraine". Die Aktion ist Teil des Comenius-Projekts "Mittelalter in Europa", an dem sich die Schule mit dem Förderschwerpunkt Sprache beteiligt.
Die Zehnklässler beschäftigen sich seit geraumer Zeit mit nomadisch lebenden Völkern, die zwischen Bronzezeit und Mittelalter durch die Lande zogen. Sie haben dabei nicht nur Bücher studiert, sondern auch Kleider rekonstruiert und Ringe hergestellt. Klassenlehrerin Sieglinde Beckmann sieht den Startpunkt im Museum selbst: "Die meisten Kinder fanden die Exponate einfach schön und haben darüber Lust bekommen, mehr über die Kultur der Nomaden zu erfahren."
Inzwischen sind sie selbst zu kleinen Experten geworden und tragen ihre Erkenntnisse der Öffentlichkeit vor. Die öffentlichen Führungen der Schülerinnen und Schüler der Albert-Liebmann-Schule finden am Freitag, 4. März, und Freitag, 11. März 2011, jeweils zwischen 14 Uhr und 16 Uhr statt.
Weiterführende Links
- Niedersächsisches Landesmuseum Hannover
- Albert-Liebmann-Schule
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