Forscherferien für Grundschüler

(bikl) Für 30 Grundschulkinder aus Kiel heißt es ab nächste Woche forschen statt faulenzen. Sie nehmen während der Sommerferien drei Wochen lang an dem Pilotprojekt Forscherferien des Leibniz-Instituts für die Pädagogik der Naturwissenschaften (IPN) teil.

07.07.2006 Artikel

Diese Forscherferien sind allerdings mehr als ein Unterhaltungsprogramm. Denn mit diesem Pilotprojekt soll untersucht werden, ob Grundschüler durch ein naturwissenschaftliches Ferienprogramm wirksam gefördert werden können.

Schließlich hatte die erweiterte Internationale Grundschul-Leseuntersuchung (IGLU-E) 2001 ergeben, dass knapp 20 Prozent der Zehnjährigen ein zu geringes mathematisch-naturwissenschaftliches Verständnis haben, um erfolgreich weiterlernen zu können. Dabei hängt die Schulleistung stark mit der sozialen Herkunft der Kinder zusammen. Un das bedeutet: Geringe Förderung im familiären Umfeld wird durch die Schule nicht kompensiert. Gleichzeitig zeigen Kinder aber durchweg eine hohe Lernmotivation für Naturwissenschaften, und zwar unabhängig von der Selbsteinschätzung ihrer Leistungsfähigkeit.

Mit dieser Neugier starten die Schüler in die "Forscher Ferien". Sie werden montags bis freitags jeweils von 8 bis 14 Uhr experimentieren, beobachten, forschen, diskutieren, lesen, schreiben oder zeichnen. Dazu gehören so anschauliche Themen wie Feuer und Vulkane ("In der Erde bebt und brodelt es"), Störche ("Vom Klappern und Fliegen") und die Ostsee ("Was lebt denn da?"). Das Projekt wird durch die Deutsche Telekom Stiftung gefördert. Erste Ergebnisse sollen im Herbst 2006 vorliegen.

Links

Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften (IPN)
Deutsche Telekom Stiftung


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