"Frühe Integration beugt Ausgrenzung vor"
Bildungsminister Holger Rupprecht hat heute die Grundschule "Am Pappelhain" in Potsdam besucht und sich über das Konzept der Integrativen Schuleingangsphase informiert.
31.08.2007 Brandenburg Pressemeldung Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes BrandenburgDie Grundschule "Am Pappelhain", die seit mehr als zehn Jahren Förderklassen für schwer sprachauffällige Kinder führt, unterrichtet in der Integrativen Schuleingangsphase Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 1 und 2 gemeinsam und integriert dort Schülerinnen und Schüler mit einem festgestellten Förderbedarf in den Schwerpunkten Sprache, Lernen, Verhalten und Hören. Die Eingangsklassen haben dabei maximal 23 Schüler, wobei bis zu fünf Kinder mit einem sonderpädagogischen Förderbedarf integriert sind. Ziel ist es, die Förderung nach der zweiten Klasse abzuschließen oder die Kinder in den weiteren gemeinsamen Unterricht ab Klasse 3 zu integrieren.
Minister Rupprecht zeigte sich beeindruckt: "Das Konzept der Grundschule "Am Pappelhain" ist eine beispielhafte Umsetzung dessen, was das Bildungsministerium mit der neuen Sonderpädagogikverordnung beabsichtigt. Gleichzeitig zeigt diese Schule, dass solche Ansätze auch in der Praxis gut funktionieren. Frühe Integration von Kindern mit Förderbedarf beugt der gesellschaftlichen Ausgrenzung wirksam vor und bereitet die Grundlage für ein Leben als gleichwertige Glieder unserer Gesellschaft," so Rupprecht. "Der Kern des Erfolgs ist die gute Kooperation zwischen den Grundschullehrkräften und den sonderpädagogischen Lehrkräften. Wenn dieser Ansatz über die entsprechenden räumlichen Möglichkeiten verfügt und wie hier mit dem Ganztagsbetrieb verbunden wird, sind beachtliche Ergebnisse möglich, von denen alle Schülerinnen und Schüler der Schule profitieren."
Keine Kommentare vorhanden