Gleiche Besoldung für alle Lehrer?
„Der VBE stimmt mit der Fraktion der Grünen darin überein, dass es keinen nachvollziehbaren Grund gibt, Lehrerinnen und Lehrer unterschiedlicher Schulformen unterschiedlich zu besolden“, erklärt Udo Beckmann, Vorsitzender der Lehrergewerkschaft Verband Bildung und Erziehung (VBE NRW). „Allerdings darf dies nicht dazu führen, dass der Lehrerberuf durch eine Nivellierung der Bezüge noch unattraktiver gemacht wird.“
09.01.2007 Nordrhein-Westfalen Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung, Landesverband NRWDie nach Schulformen gestaffelte Besoldung von Lehrerinnen und Lehrer stammt ihrer Grundstruktur nach aus einer Zeit, in der man Schulformen noch in „niedere“ und „höhere“ einteilte. Darüber hinaus wird immer wieder mit unterschiedlich langen Ausbildungszeiten begründet. Wer angesichts der Ergebnisse der internationalen Schulvergleichsstudien den Lehrerberuf attraktiver machen will, muss beides überdenken.
„Angesichts der von PISA und anderen Studien aufgedeckten Misere brauchen wir für den Lehrerberuf die Besten“, so Beckmann weiter. „Die gewinnen wir aber nur, wenn wir ihnen auch attraktive Gehaltsangebote machen.“
Es ist nicht nachvollziehbar, warum Grund- und Hauptschullehrerinnen und –lehrer am schlechtesten besoldet werden und so gut wie keine Aufstiegschancen haben. Dies wird auch der international anerkannten guten Leistung der Grundschulen nicht gerecht. Die Arbeit mit den kleinsten Kindern schafft die Basis für deren weitere Entwicklung und deshalb extrem wichtig. Deshalb fordert der VBE schon seit langem eine bessere Ausbildung und finanzielle Anreize für diesen Bereich. Auch die schwierige Arbeit der Hauptschullehrerinnen und –lehrer gerade in sozialen Brennpunkten muss durch entsprechende Besoldung aufgewertet werden.
„Eine Lehrerbesoldung unabhängig von den Schulformen kann der VBE daher mittragen“, so Beckmann abschließend. „Allerdings trägt er nicht mit, wenn diese Angleichung der Besoldung eine Angleichung an das niedrigste Niveau sein soll.“
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