Bildungsökonomie

Gute Schule ist keine Frage des Geldes

11.01.2011 Artikel

Gute Schulen seien keine Frage des Geldes, denn Belege dafür, dass höhere Bildungsausgaben zu besseren Schulleistungen führen, die lägen bisher nicht vor, so werden der Münchener Bildungsökonom Ludger Wößmann und sein Kollege Eric Hanushek aus Stanford in handelsblatt.com zitiert. Außerdem: "Weder kleinere Klassen noch besser ausgebildete Lehrer machen die Schüler schlauer." Der Schlüssel für erfolgreicheren Unterricht sehen die beiden Forscher in stärkeren Anreizen, die etwa durch mehr Autonomie für die Schulen erzielt werden könnten. Diese müssten zudem für ihre Ergebnisse zur Rechenschaft gezogen werden.

In einer Vergleichsstudie haben die Bildungsökonomen die Wachstumsdaten von 24 Industrienationen mit dem Bildungsniveau dieser Staaten verglichen und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass gute Schulbildung der beste Weg zu höherem Wohlstand sei. Wer diesen Weg zu mehr Wohlstand über gute Schulbildung erreichen wolle, brauche allerdings einen langen Atem. Denn es dauere Jahrzehnte, bis die betroffenen Schüler die Ergebnisse des positiven Schullebens im Erwerbsleben umsetzen und die Früchte ernten könnten.

www.handelsblatt.com


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