Individuelle Förderung braucht differenzierte Lehrerbildung
Im Kontext der aktuellen Diskussion um eine Neustrukturierung der Lehrerbildung in das Bachelor- und Master-System fordern die Jungen Philologen im Deutschen Philologenverband, die schulformspezifische Differenzierung und Profilierung der Lehrämter zu stärken.
30.05.2008 Pressemeldung Deutscher Philologenverband (DPhV)"Erfolgreicher Unterricht ist dort am besten möglich, wo der Lehrer die Lernschwierigkeiten seiner Schüler genau erkennt und ihnen möglichst maßgeschneiderte Hilfen und Erklärungen anbieten kann. Da die Anforderungen der verschiedenen Schulformen sich aber nachweislich deutlich unterscheiden, brauchen verschiedene Schulformen eben auch unterschiedlich ausgebildete Lehrer", so Dr. David-Samuel Di Fuccia, Vorsitzender der Jungen Philologen, vor der Presse in Berlin.
Für jeden sei verständlich, dass ein Lehrer an einer Grundschule bei seinen Bemühungen, den Kindern zu einem belastbaren Fundament von Basiskompetenzen zu verhelfen, anderes wissen und können müsse, als eine Lehrkraft an einem Gymnasium, die ihre Schüler auf ein zentrales Abitur und die allgemeine Studierfähigkeit vorbereite.
"Bei den aktuellen Überlegungen von KMK und HRK zur Reform der Lehrerbildung ist es deshalb besonders wichtig, die inhaltliche Differenzierung als ein bewusstes Qualitätsmerkmal einer professionellen Lehrerbildung zu stärken. Nur so wird der Unterricht an den deutschen Schulen wirklich besser – und das heißt letztlich: an die Probleme und Fähigkeiten der Schüler besser angepasst", so Di Fuccia.
Die Bedeutung einer solchen Differenzierung hatte auch die vom Land Nordrhein-Westfalen eingesetzte Expertenkommission um Prof. Baumert als Kernanliegen einer Reform der Lehrerbildung benannt.
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