Inklusion führt zu mehr Bildungsgerechtigkeit
16.07.2012 Artikel
Video-Interview mit Prof. Dr. Kersten Reich bei qualiboXX
Wenn Jugendliche Schwierigkeiten haben, ihren Weg in Ausbildung und Beruf zu finden, liegt hinter ihnen häufig eine problematische Schullaufbahn. Das Problematische zeigt sich nicht nur in dem geringen Erfolg, mit dem sie einen Abschluss erreicht oder nicht erreicht haben, sondern auch in der Schulform, in der sie schließlich gelandet sind. Schülerinnen und Schüler, die wegen ihrer Leistungsdefizite schon frühzeitig in besonderen Schulen gefördert werden sollten, tragen diese Form der verordneten Förderbedürftigkeit als Stigma mit sich.
Ein inklusives Schulsystem würde zu deutlich mehr Bildungsgerechtigkeit führen. Dieser Meinung ist Dr. Kersten Reich, Professor für Internationale Lehr- und Lernforschung am Institut für Vergleichende Bildungsforschung und Sozialwissenschaften der Universität Köln. Im Interview mit der Redaktion von qualiboXX, dem Portal für den Übergang von der Schule in den Beruf, spricht er über die Vorteile der Inklusion für alle Lernenden, über die Bedeutung von Vielfalt als Ressource für das soziale Miteinander und über die Anforderungen an Pädagoginnen und Pädagogen im inklusiven Unterricht. Dabei betrachtet Prof. Reich die Besonderheiten des deutschen Schulsystems und der deutschen Lehrerausbildung immer wieder im internationalen Vergleich.
Weitere Informationen: www.qualiboxx.de/wws/interview-reich.php
Im Videointerview können Sie einzelne Fragen auswählen und die zugehörigen Antworten anhören.
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