"Kampf gegen jugendliche Gewalt: Konsequentes Vorgehen und breit angelegte Prävention"
Bayerns Kultusstaatssekretär Bernd Sibler nimmt zu den Gewalttaten Jugendlicher Stellung. Er betont, dass bei jugendlichen Intensivtätern mit der vollen Kraft des Gesetzes durchgegriffen werden müsse. Gerade für die Unbelehrbaren für ein konsequentes und unnachgiebiges Vorgehen.
09.01.2008 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und KultusIm einzelnen führt Sibler folgende Punkte aus:
- "Bei der Frage nach den Ursachen für Gewalttaten muss ein Unterschied zwischen den Geschlechtern berücksichtigt werden. Junge Männer und junge Frauen werden in ihren Familien oft unterschiedlich erzogen und erfahren in der Gesellschaft eine unterschiedliche Sozialisation. In vielen Kulturkreisen ist bei jungen Männern die oftmals Gewalt legitimierende "Macho-Kultur" sehr deutlich ausgeprägt."
- "In den letzen Jahren hat sich die Anzahl der Straftaten Jugendlicher unter Alkoholeinfluss deutlich erhöht. Der Ausbau präventiver Maßnahmen ist unerlässlich."
- "Soziale und gemeinnützige Arbeiten wie etwa bei Rotem Kreuz, Technischem Hilfswerk oder anderen Wohlfahrts- und Sozialverbänden können beim Kampf gegen jugendliche Gewalt hilfreich sein. Diese Möglichkeiten sollten von der Justiz noch stärker berücksichtigt werden. Jugendliche lernen auf diese Weise andere Lebenswelten kennen, erhalten Erfolgserlebnisse und stellen fest, dass sie von der Gesellschaft gebraucht werden."
- "Neben dem konsequenten Vorgehen bei Intensivtätern muss die aktive Gewaltprävention im Vordergrund stehen. Diese spielt eine entscheidende Rolle in der bayerischen Schulpolitik (siehe: (www.stmuk.bayern.de/km/aufgaben/gewaltpraevention). Jedoch ist Gewaltprävention ohne Persönlichkeitserziehung und Wertevermittlung nicht denkbar. Die Initiative der Bayerischen Staatsregierung "Werte machen stark" (siehe: www.km.bayern.de/km/aufgaben/werteerziehung), macht dies deutlich."
Auch der Ausbau der Ganztagsangebote ist ein entscheidendes Element im Kampf gegen Gewalt. In rhythmisiertem Unterricht werden Schülerinnen und Schüler nicht nur individuell gefördert, sondern sie erhalten vor allem auch sinnvolle Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung." - "Wertevermittlung und Gewaltprävention kann nicht nur an der Schule erfolgen. Auch Eltern müssen ihren Erziehungsauftrag wahrnehmen. Schulen brauchen die enge Partnerschaft zwischen Eltern und Lehrern."
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