Keine Kürzung der Lehrerzuweisung in sogenannten Mangelfächern!
Zu Beginn dieses Schuljahres hat das Kultusministerium die Zuweisung von Lehrkräften an Berufliche Schulen mit der Begründung gekürzt, dass keine ausgebildeten Lehrkräfte in Religion zur Verfügung stünden.
12.12.2011 Pressemeldung GEW HessenDer vorhandene Lehrkräftemangel, den vor allem die Landesregierung zu verantworten hat, soll so offenbar dazu genutzt werden, Kürzungen auf Kosten des Rechtes auf Bildung von Schülerinnen und Schülern vorzunehmen. Negiert würde, bleibt es dabei, hierdurch nicht nur die Pflicht des Landes, eine Abdeckung der Stundentafel sicherzustellen; gekürzt würde zudem ausgerechnet von einer christlichen Regierungspartei am Religionsunterricht. Zudem stellt sich die Frage: Sollen demnächst weitere Mangelfächer folgen?!
Explizit warnt die GEW in diesem Zusammenhang auch vor der Tendenz der Kultusbürokratie, Kürzungen der Lehrerzuweisung so schönzurechnen, dass aus einem realen Minus schließlich ein fiktives Plus resultiert - wahrscheinlich, um so das politische Versprechen einer 105%igen Lehrerzuweisung bis zum Ende der Legislaturperiode vermeintlich einzulösen.
Aus den genannten Gründen hat sich Jochen Nagel, Landesvorsitzender der GEW Hessen, heute mit einem Offenen Brief, den wir Ihnen in der Anlage zur Verfügung stellen, an die Landtagsfraktionen gewandt und diese aufgefordert, die Kürzungen in der Lehrerzuweisung zurückzunehmen.
Bei Rückfragen können Sie Herrn Nagel unter seiner Handynummer 0170-7837492 erreichen.
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