Baden-Württemberg

"Keine Stellenstreichungen - Gute Bildung kostet Geld"

Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) Baden-Württemberg will nicht tatenlos zusehen, wie die grün-rote Landesregierung die Schullandschaft völlig umzukrempeln versucht, gleichzeitig aber nicht bereit ist, die dafür notwendigen Ressourcen zur Verfü­gung zu stellen. Unter dem Motto "Gute Bildung kostet Geld" ist jetzt an den Schulen des Landes eine Unterschriftenaktion angelaufen, mit der der VBE das zunehmende Grummeln und Rumoren in der Lehrerschaft für die Politiker visualisieren will.

05.11.2012 Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung, Landesverband Baden-Württemberg

Mit dieser Unterschriftenaktion artikuliert der VBE den deutlichen Unmut über Bildungspoli­tiker, die sich zu wenig oder gar nicht für die Schulen im Land stark machen. Wegbrechende Lehrerstellen, weiterhin spürbarer Unterrichtsausfall, Reformen ohne Ende bei mangelhaften Ressourcen und unzureichend fortgebildetem Personal sind nicht vereinbar mit dem Anspruch junger Menschen auf verlässliche und qualitativ hochwertige Bildung durch den Staat.

"Wer die Schulpflicht einfordert, muss entsprechend gute Bildungsangebote garantieren und nicht nur die Basisversion anbieten", sagt VBE-Chef Gerhard Brand. Bildung ist der wichtigste Rohstoff des Landes Baden-Württemberg. "Nur mit bester Bildung kann unser Land seine Zukunft sichern", so Brand.

Der VBE fragt den Ministerpräsidenten:

  • "Warum haben Sie 20 Millionen für die Aufblähung Ihrer Ministerien ausgegeben?
  • Was machen Sie mit den Steuermehreinnahmen in Milliardenhöhe in diesem Jahr?
  • Im Wahlprogramm der Grünen stand:`Wir wollen die Ganztagesschulen ausbauen. Da­für müssen zusätzliche Stellen geschaffen werden.´ Gilt diese Aussage nicht mehr?"

Der VBE fordert:

  • Keine Einschnitte im Bildungsbereich!
  • Keinen Abbau von Lehrerstellen!
  • Keine zusätzlichen Belastungen für Lehrkräfte!
  • Einstellungschancen für junge Lehrkräfte sichern!
  • Keine einseitigen Sonderopfer des öffentlichen Dienstes!

Die negativen Konsequenzen aus Schuldenbremse und Fiskalpakt werden in Baden-Würt­temberg zunehmend sichtbarer. "Kein Geld ist immer da", spöttelt VBE-Chef Brand. "Haus­haltskonsolidierung und eine bessere Bildungspolitik sind daher nur durch eine Umverteilung der zur Verfügung stehenden Mittel machbar."


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