"Kinder erlernen soziale Kompetenzen hier sehr leicht"
Die besonderen Chancen von jahrgangskombinierten Klassen für die Grundschüler stellte heute Bayerns Kultusminister Siegfried Schneider gemeinsam mit Lehrern, Eltern und Schülern der Justus-von-Liebig-Volksschule in Bruckmühl vor. Dort bestehen jahrgangskombinierte Klassen in den Jahrgangsstufen 1 und 2. Innerhalb Bayerns bestehen gegenwärtig 226 jahrgangskombinierte Klassen.
21.03.2007 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus"Das soziale Lernen wird im gemeinsamen Unterricht von Kindern verschiedenen Alters in besonderem Maße gefördert", fasste Minister Schneider ein zentrales Ergebnis eines Modellversuchs des Staatsinstituts für Schulqualität und Bildungsforschung (ISB) von 1998 bis 2001 in Worte. "Kinder erlernen soziale Kompetenzen hier sehr leicht", so der Minister. Die Persönlichkeit der Kinder werde durch die vielfältigen Erfahrungen als "Lehrende" und "Lernende" sehr gut weiter entwickelt. Auch in den kognitiven Lernerfolgen blieben die Schüler von Kombiklassen nicht hinter den jahrgangsreinen Klassen zurück, ergänzte Minister Schneider.
Das Lernen in jahrgangskombinierte Klassen verglich Minister Schneider mit dem Lernen im Alltag. Auch in der Familie und im Freundeskreis lernen kleinere von größeren, jüngere von älteren Kindern, aber auch umgekehrt.
Mit jahrgangskombinierten Klassen können gerade kleinere Schulen auf dem Lande gesichert werden. Dadurch können Kinder im Grundschulalter vor Ort die Schule besuchen - ganz nach dem Grundsatz "kurze Beine - kurze Wege".
Gegenwärtig werden in Bayern Kinder in rund 220 jahrgangskombinierte Klassen und zwar in den Jahrgangsstufen 1 und 2 sowie 3 und 4 unterrichtet. In der Regel besuchen maximal 25 Schülerinnen und Schüler eine jahrgangskombinierte Klasse. Zur individuellen Förderung werden der Klasse zusätzlich fünf Lehrerwochenstunden zugewiesen.
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