Kultusminister Ludwig Spaenle entsetzt über Amoklauf in Realschule in Baden-Württemberg

Mit tiefem Entsetzen hat Bayerns Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle auf die Nachricht vom Amoklauf in einer Realschule im baden-württembergischen Winnenden reagiert. "Unsere Anteilnahme und unser Mitgefühl gilt den Opfern, ihren Angehörigen und allen Schülerinnen und Schülern, die diese fürchterliche Tat miterleben mussten" sagte Spaenle in einer ersten Reaktion.

12.03.2009 Pressemeldung Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg

"Wir bemühen uns in Bayern sehr, alle Maßnahmen zu ergreifen, um derartig grauenvolle Vorfälle zu vermeiden und die Sicherheit unserer Schülerinnen und Schüler und der gesamten Schulfamilie bestmöglich zu gewährleisten", so der Minister. "Aber wir sind letztlich nicht in der Lage, solche Verbrechen von unberechenbaren Einzeltätern ganz auszuschließen." Schule sei ein geschützter Raum, so Spaenle, aber kein Hochsicherheitstrakt.

Konkret hat Bayern bereits im Jahr 2002 alle Schulen angewiesen, zusammen mit den Sachaufwandsträgern und der Polizei ein umfassendes Sicherheitskonzept nach den jeweiligen Gegebenheiten vor Ort zu erstellen. Dieses basiert auf umfangreichen Vorgaben des Kultus- und Innenministeriums. U.a. gehören dazu:

  • Sicherungstechnische Maßnahmen wie die Regulierung des Schulzugangs und ggf. Videoüberwachung,
  • Verhaltensmaßnahmen wie Verstärkung der Aufsichtspflicht und höhere Sensibilisierung der gesamten Schulfamilie für Auffälligkeiten in und um den Schulbereich,
  • Maßnahmen und Programme zur Gewaltprävention im Unterricht.

Minister Spaenle ruft alle Schulen dazu auf, gemeinsam mit Sachaufwandsträger und der Polizei die örtlichen Sicherheitskonzepte regelmäßig zu überprüfen und fortzuschreiben.


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