Kultusminister Rau lehnt Abschaffung von Sonderschulen ab
Kultusminister Helmut Rau MdL hat die Forderung der Landtags-Grünen nach einer völlig freien Schulwahl für Eltern behinderter Kinder zurückgewiesen und als "wenig hilfreich in einer sensiblen Debattenlage" bezeichnet. Die Grünen würden bei den Eltern Erwartungen wecken, die gerade aus pädagogischen Gründen nicht eingelöst werden könnten.
11.05.2009 Pressemeldung Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg"Der Bildungsaspekt darf nicht völlig hinter dem verständlichen Wunsch nach Integration zurücktreten. Am Ende muss entscheidend sein, an welchen Lernorten dem Bildungsanspruch behinderter Schüler am besten entsprochen werden kann", betonte der Minister. Auch weiterhin seien Fälle denkbar, bei denen eine Sonderschule die optimalen Rahmenbedingungen für die gezielte schulische Förderung behinderter Kinder und Jugendlicher biete. Eine Abschaffung der Sonderschulen komme deshalb nicht in Frage.
Der jüngste Vorstoß der Landesregierung habe zum Ziel, die Beratung der Eltern behinderter Kinder weiter zu intensivieren und ihnen mehr Entscheidungsspielräume in der Schulwahl zu eröffnen. Eine Intervention der Schulverwaltung in Fragen des
Lernortes solle nur noch in klar umrissenen Ausnahmefällen erfolgen.
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