Kultusminister Rau weist Kritik der GEW an "Qualitätsoffensive Bildung" als "bemüht und einfallslos" zurück

Kultusminister Helmut Rau hat die Kritik der GEW an der "Qualitätsoffensive Bildung" als "bemüht und einfallslos" bezeichnet. "Der Einstieg in kleinere Klassen, eine systematische Personalentwicklung an den Schulen und die Einführung von Bildungsregionen werden die Rahmenbedingungen für Schule und Unterricht deutlich verbessern", ist sich der Minister sicher.

07.09.2009 Pressemeldung Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg

Insbesondere die von der GEW geforderte sofortige und deutliche Absenkung des Klassenteilers für Grundschulen lasse einen "Mangel" an Realitätssinn erkennen. "Diese Forderung ist nicht nur unbezahlbar, sondern geht auch an den objektiven Notwendigkeiten vorbei", betonte Rau. Nur drei Prozent der Grundschulklassen würden von 28 oder mehr Schülern besucht. Auch die Kritik an den Einstellungszahlen im Bereich der Grund- und Hauptschulen sei "nicht gerechtfertigt".

Rau weiter: "Was die GEW will, läuft auf die Einstellung eines kompletten Ausbildungsjahrgangs ein, ohne Rücksicht auf erbrachte Leistungen im Referendariat und im Studium. Unsere Einstellungskriterien sind Bedarf und Qualifikation. Und davon rücken wir auch nicht ab." Die Situation an den Realschulen seien durch die Zuweisung von zusätzlichen Deputaten entspannt worden. Die erneut geübte Kritik am Konzept der neuen Werkrealschule sei vor allem "ideologisch motiviert." Die Landesregierung eröffne allen Schülern die Perspektive auf einen mittleren Abschluss und stärke die Ausbildungsreife nachhaltig. "Wie eine Bildungsgewerkschaft dagegen Sturm laufen kann, ist mir bis heute rätselhaft."


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