Kultusminister Rau wirft Lehrergewerkschaft "populistische Stimmungsmache" vor
Als "populistische Stimmungsmache" hat Kultusminister Helmut Rau MdL die Kritik der GEW an der diesjährigen Lehrereinstellungsrunde bezeichnet. Voraussichtlich könnten insgesamt rund 5000 neue Lehrkräfte eingestellt werden. Dies seien etwa 800 mehr als im Vorjahr. "Von einer Fehlplanung zu sprechen ist schon der Gipfel der Dreistigkeit. Wir haben nie behauptet, dass es einen Mangel an angehenden Grund- und Hauptschullehrkräften gibt", betonte Rau.
30.06.2009 Pressemeldung Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg"Wir stellen so viele neue Lehrkräfte ein, wie wir in der jeweiligen Schulart benötigen, um den Pflichtunterricht und einen angemessenen Ergänzungsbereich zu sichern", versicherte der Minister. Stark rückläufige Schülerzahlen im Grund- und Hauptschulbereich führen dazu, dass die Einstellungsmöglichkeiten in dieser Schulart sinken, in den anderen Schularten aber ansteigen.
Die Absenkung des Klassenteilers von 33 auf 32 zum kommenden Schuljahr löse bei den weiterführenden Schulen zwar einen Mehrbedarf an Lehrkräften aus, der aber nur im Falle der Gymnasien und der beruflichen Schulen durch die im Land ausgebildete Referendare nicht vollkommen gedeckt werden könne. Aus diesem Grund habe man für diese beiden Schularten die Lehrerwerbekampagne im Februar gestartet.
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