Bayern
Kultusminister Spaenle zu den Vorstellungen der SPD-Landtagsfraktion zum bayerischen Gymnasium
"Spät, aber nun endlich nimmt auch die SPD Abschied von vermeintlichen Patentrezepten, die sie für alle Schüler verordnen will, und entdeckt die individuelle Förderung", kommentierte Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle die Vorstellungen der SPD-Landtagsfraktion zum achtjährigen Gymnasium und ergänzte als Beispiel die verlängerte gemeinsame Schulzeit.
01.04.2010 Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus"Die Regierungskoalition von CSU und FDP stellt dagegen grundsätzlich die individuelle Förderung der Schüler und unterschiedliche begabungsgerechte Bildungswege in den Mittelpunkt ihrer bildungspolitischen Entscheidungen", so der Minister. Zu einzelnen Vorstellungen der SPD betonte Minister Spaenle:
- Eine Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium, wie es die SPD auf dem indirekten Weg über eine vermeintlich "flexible Oberstufe" erreichen will, geht einseitig zu lasten der Schülerinnen und Schüler. Das Kultusministerium hat bereits Vorschläge vorgelegt, mit denen durch individuelle Förderung den Kindern und Jugendlichen flexible Schullaufbahnen ermöglicht werden. Einen 13jährigen Weg zu allgemeinen Hochschulreife gibt es in Bayern über die Berufliche Oberschule bereits seit einigen Jahren. Dieser Weg wird zunehmend wahrgenommen.
- Die Regierungskoalition hat sich auf einen Ausbau der gebundenen Ganztagsklassen an Gymnasien und Realschulen ab dem Schuljahr 2011/2012 verständigt. Derzeit werden die gebundenen Ganztagsklassen bereits konsequent an Grund-, Haupt- und Förderschulen aufgebaut.
- In der Koalitionsvereinbarung haben sich CSU und FDP darauf verständigt, dass sie die Klassenstärken an allen Schularten weiter absenken. Dieser Weg, der 2007 eingeschlagen worden ist, wird konsequent weiter verfolgt – auch an den Gymnasien.
- Das Kultusministerium wird den Schulen mehr Eigenständigkeit übertragen. Kultusminister Spaenle hatte im Winter bereits angekündigt, im Mai ein umfassendes Konzept im Kabinett vorzustellen. "Wieder einmal belegt die SPD, dass sie spät handelt und sich dabei Anleihen von bereits getroffene Beschlüsse der Staatsregierung nimmt oder scheinbar populäre Vorlagen von Verbänden kopiert", so Minister Spaenle abschließend.
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