Sachsen

Kultusminister Wöller macht sich bei der EU stark für ein demografiefestes Schulwesen

Der sächsische Kultusminister Roland Wöller stellt heute, 29. Februar 2012, in Brüssel die bildungspolitischen Herausforderungen für Ostdeutschland im Lichte der Strategie Europa 2020 vor. An der Veranstaltung "Demografiefestes Schulwesen – früh investieren statt später reparieren" im Sachsen-Verbindungsbüro Brüssel nehmen, neben Vertretern der EU, die Kultusminister von Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen, Vertreter der Kultusministerien von Brandenburg und Sachsen-Anhalt teil. Damit sind erstmalig alle ostdeutschen Länder zu diesem Thema vertreten.

29.02.2012 Pressemeldung Sächsisches Staatsministerium für Kultus

"Wir müssen uns den künftigen demografischen Herausforderungen stellen. Das gilt besonders für unser Schulwesen in den ostdeutschen Bundesländern", so Wöller. "Unsere Veranstaltung in Brüssel ist ein Plädoyer für ein demografiefestes Schulwesen als wesentlicher Standortfaktor für Ostdeutschland."

Die ostdeutschen Länder sehen sich mit einem gravierenden demografischen Wandel konfrontiert, der sich durch eine hohe Abwanderung junger Menschen und durch eine niedrige Geburtenrate auszeichnet. Dadurch sind die ostdeutschen Länder in den nächsten Jahrzehnten mit einem starken Rückgang des Anteils der Erwerbsfähigen an der Gesamtbevölkerung konfrontiert, der einen Fachkräftemangel in allen Bereichen befürchten lässt. Bis 2030 gehen fast 71 Prozent aller heute aktiven Lehrer in Rente.

"In Sachsen droht uns langfristig ein erheblicher Mangel an Lehrern. Deshalb muss das ostdeutsche Schulsystem schon jetzt demografiefest gemacht werden. Wir müssen besonders im Schulbereich für die nächsten Generationen nachhaltig denken und das bedeutet frühzeitig vorsorgen. Darum mache ich mich stark für eine Unterstützung durch die EU", machte Wöller deutlich.

Nirgendwo anders in der EU hat sich die Altersgruppe der 6 -19-Jährigen, das für die Schulen relevante Alter, so stark reduziert wie in Ostdeutschland. Im Vergleich zu 1996 hat sich 2011 diese Altersgruppe um 53 Prozent reduziert.


Mehr zum Thema


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden