Kultusministerium: Klassenteilerabsenkung auf 24 für Grundschule ist "fern jeder haushaltspolitischen Realität"
Das Kultusministerium hat die Forderung der Grünen nach einer sofortigen Absenkung des Klassenteilers für Grundschulen zurückgewiesen. "Wir setzen mit der Klassenteilerabsenkung dort an, wo es am dringlichsten ist, nämlich bei den weiterführenden Schulen", betonte ein Sprecher. Das Land investiere in den ersten Schritt der Klassenteilersenkung von 33 auf 32 rund 630 Deputate. Davon profitierten Gymnasien, Realschulen und Hauptschulen. Für die in dieser Legislaturperiode vorgesehene Absenkung bis 30 für alle Schularten stehen insgesamt 3 200 Deputate zur Verfügung. In der nächsten Legislaturperiode wird dann der Klassenteiler für alle Schularten auf 28 gesenkt.
03.09.2009 Pressemeldung Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-WürttembergFür die von den Grünen geforderte sofortige Absenkung des Klassenteilers für Grundschulen auf 24 seien weit über 2000 Deputate erforderlich. "Diese Größenordnung ist fern jeder haushaltspolitischen Realität." Die Schulleitungen hätten ohnehin die Möglichkeit, Stunden aus dem Ergänzungsbereich zur Klassenteilung oder Teilung der Klasse in Kernfächern zu verwenden, wenn dies pädagogisch geboten sei.
Das von den Grünen erneut kritisierte Verfahren der Grundschulempfehlung sei sehr differenziert und basiere nicht ausschließlich auf Ziffernoten, "sondern berücksichtigt auch das individuelle Lern- und Arbeitsverhalten und die bisherige Entwicklung", hob der Sprecher hervor. Wenn die Eltern mit der Empfehlung nicht einverstanden seien, könnten Sie für ihr Kind ein aufwändiges Beratungsverfahren, einschließlich von Begabungstests, in Anspruch nehmen. Die Anmeldung zur Aufnahmeprüfung sei ebenfalls möglich.
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