Kultusministerium weist Vorwurf der SPD scharf zurück / Rau: "Bewusste Irreführung durch die SPD"
Kultusminister Helmut Rau MdL weist die Kritik der SPD scharf zurück. "Die SPD betreibt mit diesen Behauptungen eine bewusste Irreführung."
13.11.2006 Pressemeldung Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-WürttembergAb dem Schuljahr 2007/08 werden alle Referendare eine Stunde mehr unterrichten, dies entspricht einer Stellensperrung von rund 270 Deputaten. Auf diese Regelung habe man sich geeinigt, um die Einführung eines Numerus Clausus für Baden-Württemberg abzuwehren. Künf-tig können alle Referendare nach ihrem Studium ausgebildet werden. Im Schuljahr 06/07 wurden 4749 Referendare neu eingestellt, im Jahr 2006 sind insgesamt 10285 Referendare in Baden-Württemberg beschäftigt. Im Schuljahr 07/08 werden zusätzlich 2196, im 08/09 weitere 1750 Referendare neu in den Schuldienst aufgenommen.
Die Unterrichtsverpflichtung für Referendare um eine Stunde zu erhöhen, sei keine getarnte Sparmaßnahme, so der Minister. "Im Gegenteil, durch dieses Vorgehen si-chern wir zusätzliche Referendarstellen." Einerseits entlastete die zusätzlich erbrachte Stunde den Doppelhaushalt 2007/08 um 17,5 Millionen Euro, andererseits betrügen die zusätzlichen Referendarsgehälter im Gegenzug 61,1 Millionen Euro. "Das Land stellt für die Referendare netto mehr zu Verfügung, deshalb gewinnt der Bildungsbereich hier dazu", betonte Rau. Die Referendare werden in ihrer 18-monatigen Ausbil-dung in den ersten 6 Monaten im Rahmen einer Hospitanz in den Schulen auf ihrer Einsatz vorbereitet und übernehmen im Anschluss an die sechsmonatige Einführung eigenverantwortlich Unterrichtsstunden. "Die Arbeit der Referendare geschieht auf einem hohen Niveau", bekräftigte Rau.
Auch die Behauptung, die zweijährige Sperrung der 270 Lehrerstellen liefe den früheren Ankündigungen von Ministerpräsident Günther H. Oettinger zuwider, entspreche, so Rau, nicht den Tatsachen. "Die Landesregierung hat stets behauptet, die rechnerisch frei werdenden Stellen auf Grund des Schülerzahlrückgangs in bildungspolitische Maßnahmen zu investieren. Das Wort haben wir gehalten und werden wir halten", erklärte der Kultusminister.
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