Landessportkonferenz verständigt sich auf Empfehlungen zur Stärkung des Schulsports
Die Landessportkonferenz hat sich heute auf gemeinsame Empfehlungen zur Stärkung des Schulsports im Land Brandenburg verständigt.
29.11.2006 Brandenburg Pressemeldung Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes BrandenburgDiese beinhalten unter anderem die Forderungen:
- Qualitätskriterien für den Schulsport und den außerunterrichtlichen Schulsport festzulegen,
- Sportlehrerinnen und -lehrer besser auszubilden sowie regelmäßig fort- und weiterzubilden,
- Kerncurricula für den Sportunterricht in allen Schulstufen zu entwickeln,
- Die Zusammenarbeit zwischen Schulen und Sportvereinen zu verstärken,
- Innen- und Außenräume von Schulen so zu gestalten, dass sie bewegungsfördernd sind.
Karl-Ludwig Böttcher, Geschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes Brandenburg und Sitzungsleiter der 3. Landessportkonferenz nennt wesentliche Zielstellungen für die Zukunft des Schulsports und ermutigt die Schulträger, die Impulse der Veranstaltung aufzugreifen. "Sport und Bewegung im schulischen Alltag fördern die körperliche, geistige und soziale Entwicklung von Kindern und Jugendlichen. Ziel aller den Schulsport gestaltenden Kräfte muss es daher sein, Kindern und Jugendlichen frühzeitig einen breiten und regelmäßigen Zugang zu Bewegungsräumen und sportlichen Aktivitäten zu gewährleisten.“ Der Verbund engagierter Partner innerhalb und außerhalb der Institution Schule sei hierbei ebenso Erfolgsfaktor wie die Sicherung eines stabilen Netzes wohnortnaher Schulstandorte. Vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung würden Wege der interkommunalen Zusammenarbeit den Schulträgern Chancen bieten, gemeinsam zukunftsfähige Standortlösungen zu entwickeln, so Böttcher.
Sportminister Holger Rupprecht betont die Wichtigkeit von Bewegung für Kinder und Jugendliche. "Um die körperlich-sportliche Entwicklung von Heranwachsenden nachhaltig zu fördern, sind auch zukünftig gemeinsame Anstrengungen notwendig. Angesprochen sind alle Sport unterrichtenden Lehrkräfte, die Schülerinnen und Schüler und die Eltern sowie die ehrenamtlichen Übungsleiterinnen und Übungsleiter der Sportvereine in Brandenburg. Unser gemeinsames Ziel ist es dabei, für jede Schülerin und jeden Schüler möglichst jeden Tag ein Bewegungsangebot vorzuhalten.“
Das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport wird auf der Basis der vorgelegten Empfehlungen der Landessportkonferenz bis zum Juni 2007 ein "Initiativprogramm zur Stärkung des Schulsports in Brandenburg“ ausarbeiten und mit den kommunalen Spitzenverbänden und dem Landessportbund abstimmen.
Der Sportminister betont, dass die Entwicklung des Schulsports im Land bereits seit mehreren Jahren auf einem guten Weg sei. So werde der Sportunterricht in den Jahrgangsstufen 1 bis 13 mit drei Wochenstunden erteilt. "Zudem gibt es bereits eine sehr gute Zusammenarbeit von Schulen, Schulträgern und Sportvereinen. Das zeigt sich nicht zuletzt an den rund 700 Kooperationsvereinbarungen, die es derzeit landesweit gibt“, so Rupprecht.
Die Landessportkonferenz besteht aus sechs Vertretern des Landessportbundes, je einem von den Fraktionen des Landtages benannten Vertretern, zwei Vertretern des Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport, je zwei Vertretern der kommunalen Spitzenverbände und je einem Vertreter der Sportwissenschaft sowie der Sportmedizin. Sie berät laut Sportförderungsgesetz die Landesregierung in allen Grundsatzangelegenheiten des Sports.
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