Lehrkräfte vermitteln Werte, leisten Sexualerziehung und Medienerziehung
Die Lehrkräfte an bayerischen Schulen lassen die Kinder und Jugendlichen nicht allein in der Auseinandersetzung mit dem überbordenden Angebot an erotischen und pornografischen Bildern in Werbung und Internet, nimmt das Bayerische Kultusministerium Stellung zu der heutigen Pressemitteilung des BLLV-Präsidenten. Die Lehrkräfte an bayerischen Schulen bieten im Unterricht eine umfassende und offene Aufklärung an.
20.11.2012 Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und KultusAllerdings geht es mit der vom BLLV-Präsidenten in den Blick genommenen Wirkung von stimulierenden Fotos auf Kinder und Jugendliche nicht in erster Linie um die Frage der Sexualerziehung. Um die weit verbreiteten erotischen und pornografischen, aber auch gewaltverherrlichenden Darstellungen richtig einordnen und damit richtig umgehen zu können, benötigen die Schülerinnen und Schüler eine umfassende Werte- und Persönlichkeitserziehung und Medienbildung. Und die wird in den Schulen aller Schularten fächerübergreifend geleistet.
Schulen haben außerdem die Möglichkeit, sich etwa in Form von schulhausinternen Fortbildungen externe Berater einzuladen. Kultus- und Sozialministerium hatten 2010 nur festgelegt, dass die Sexualerziehung in den Grundschulen von den Lehrkräften geleistet werden soll. In der Fortbildung allerdings können Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen von Caritas, Diakonie, Donum Vitae oder Pro Familia durchaus mitwirken.
Medienerziehung - auch im Zusammenhang mit pornografischen oder gewaltverherrlichenden Darstellungen - ist aus der Sicht des Kultusministeriums eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Die Lehrkräfte an den Schulen und auch die Eltern können hier nur ihren - freilich unverzichtbaren - Beitrag leisten.
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