So funktioniert Lerncoaching im digitalen Schulkonzept

Sogenannte Leuchtturmschulen sind in den vergangenen zwei Jahren besonders engagiert, sich digital fit zu machen und haben die Transformation ihres Schulkonzepts mit Unterstützung des digitalen Lernsystems Scobees begonnen - über 1.100 Schulen bundesweit gehören inzwischen zum Netzwerk.

07.02.2022 Bundesweit Pressemeldung Scobees UG
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Gestartet wird vielfach mit einzelnen Klassenstufen, die jetzt ausschließlich mit Tablets lernen, einen regulären Klassenverband gibt es nicht mehr, auch keinen Klassenraum mit Tischen und Bänken oder Frontalunterricht. Die Idee ist: Jedes Kind wird individuell gefördert. Der Lehrer oder die Lehrerin verstehen sich als Lernbegleiter und sind jederzeit ansprechbar, wenn während des selbständigen Lernprozesses Fragen auftreten, um diese direkt und auf dem individuellen Lernniveau des Kindes zu beantworten. Erlernt werden nach diesem Konzept wichtige Zukunftskompetenzen wie selbständiges Lernen und Arbeiten, kritisches Denken, sich selbst besser einzuschätzen und zu reflektieren oder kollaborativ in Projekten mit anderen zu arbeiten und zu kommunizieren. 

Bevor es losgeht, lernt das Lehrerkollegium was Lerncoaching heißt und wie es funktionieren kann, um die Schülerinnen und Schüler beim digitalen und selbstbestimmten Lernen als Lernbegleiter:in zur Seite zu stehen. Stefan Clotz aus Hamburg ist einer dieser Coaches. Zuerst definiert er mit den Lehrkräften Ziele und Herangehensweisen: “Bei der Umsetzung des Konzepts ist vor allem wichtig, dass alle gemeinsam hinter dem Projekt stehen”, sagt Clotz. Wichtig sei die Offenheit Neuem gegenüber. “Es gibt kaum Schulen, die es wagen, während der Pandemie neue Wege einzuschlagen. Die meisten hoffen, dass sich einfach schnell wieder Normalität einstellt”, sagt er. Dabei sei genau jetzt ein guter Zeitpunkt für Veränderungen. Clotz bereitet die Lehrkräfte nicht nur auf ihre neuen Aufgaben vor, er begleitet sie auch während des kommenden Schuljahres weiter. Lehrerfortbildungen dieser Art sind bei der Einführung von Scobees an Schulen ein wesentlicher Aspekt, bei dem das Team gern unterstützt.

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Lernförderung und Lernbegleitung statt reine Wissensvermittlung

Das Lernsystem Scobees stellt für das digitale selbstbestimmte Lernen der Schülerinnen und Schüler die digitale Benutzeroberfläche zur Verfügung und unterstützt so die erfolgreiche Umsetzung des neuen Lernkonzept. “Lehrer und Lehrerinnen sehen sich zukünftig und nach unserem Verständnis nicht mehr als reine Wissensvermittler:innen sondern als Lernprozessbegleiter:innen oder Lernberater:innen. Sie sehen ihre Aufgabe in der Lernförderung von Schülerinnen und Schülern, begleiten und unterstützen sie wirksam und vor allem individuell. Die Belohnung dafür ist, zu sehen, wie die Lernenden über sich hinaus wachsen”, sagt Annie Dörfle, Co-Gründerin und CEO von Scobees. Für Schülerinnen und Schüler bedeutet das, selbstgesteuert zu lernen und ihren Lernprozess eigenverantwortlich zu managen - im Vordergrund dabei stehen ihre Fähigkeiten und Ressourcen, nicht ihre Defizite. 

Digital lassen sich neue Formen der Zusammenarbeit und Lernformate entwickeln

Wie gut das bereits in der Praxis funktioniert, zeigt das Beispiel der Integrierten Gesamtschule Richtsberg in Marburg. Sie ist eine von sechs Modellschulen, die an der Entwicklung von Scobees aktiv beteiligt waren. Bereits vor der Pandemie setzte Schulleiter Thomas C. Ferber auf Digitalisierung. Alle 640 Schüler:innen der Schule besitzen ein eigenes Tablet. Wer sich selbst keines leisten kann, erhält finanzielle Unterstützung. Die Lehrer:innen dürfen alle Apps benutzen, die sie für geeignet halten. Doch reicht aus Sicht von Ferber Digitalisierung allein nicht aus. “Alte Prozesse bleiben auch digitalisiert alte Prozesse, wenn Arbeitsblätter hochgeladen und ausgetauscht werden. Digitalität heißt für uns, neue Formen der Zusammenarbeit und der Kollaboration in die Schulen zu bringen, wenn Kinder beispielsweise gemeinsam an Dokumenten, Präsentationen oder Filmprojekten arbeiten und die Art und Weise ihrer Präsentation frei wählen können,” so Schulleiter Ferber. Die Pädagogen der Richtsbergschule arbeiten gemeinsam mit Scobees an der Entwicklung neuer Lernformate. Über 90 Prozent der Schüler:innen melden in einer schulinternen Umfrage zurück, sie kommen sehr gut mit dem Lernsystem von Scobees zurecht. Denn sie sind es, die im Zentrum des neuen Lernkonzepts stehen.

Optimalerweise unterstützen die Lehrerinnen und Lehrer ihre Schülerinnen und Schüler jetzt als Lernbegleiter:innen auf ihrem individuellen Entwicklungsprozess. Beide Seiten vereinbaren maßgeschneiderte wöchentliche Ziele und Maßnahmen, die zur Erreichung notwendig sind. Die Erfolge werden auf der digitalen Plattform Scobees festgehalten und dokumentiert. Auf diese Weise wird der regelmäßige Austausch und Dialog zwischen Lernbegleiter:innen mit ihren Schülerinnen und Schülern angeregt, die Gespräche müssen gut vorbereitet sein. “Die Aufgabe der Lernbegleiter:innen ist vor allem, die überfachlichen und fachlichen Kompetenzen zu fördern und zu begleiten, aber auch dabei zu helfen, den eigenen Lernprozess eigenverantwortlich zu organisieren”, so Coach Clotz. Zudem seien die Lehrkräfte natürlich weiter Vertrauensperson und Vorbild im schulischen Kontext.

Schulplattform IServ integriert Scobees

Noch einfacher wird der Einsatz des digitalen Tools, seit Scobees in IServ integriert ist und damit das komplette digitale Schulmanagement sinnvoll erfolgen kann. Mit der Verknüpfung der beiden Lösungen können IServ-Schulen nun ganz einfach per Single-Sign-On auf die Dienste von Scobees zugreifen und kollaborativ im Team gemeinsam an Lernmaterialien arbeiten.

Am Freitag, den 4. Februar sowie am 11. Februar um 13.30 bis 14:30 Uhr findet eine Q&A statt, um Funktionen und Anwendung zu erläutern und Fragen zu beantworten. Die Anmeldung erfolgt über die Scobees-Website.

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Verschiedene Lernniveaus bilden die Grundlage für die Lernentwicklung

Es gibt bis zu acht Niveaustufen, in denen die Schüler:innen arbeiten können: Der Experten-Standard bildet beispielsweise den allgemeinen gymnasialen Bildungsstand vollumfänglich ab. Schüler:innen vereinbaren gemeinsam mit ihren Lernbegleiter:innen in wöchentlichen Gesprächen Ziele und Maßnahmen. Zur Erreichung dieser Ziele orientieren sich die Lern-Settings und Arbeitsmaterialien an dem individuellen Lernniveau der Schülerinnen und Schüler. Regelmäßige Lern-Checks in den Hauptfächern dienen einerseits zur Diagnose  bzw. zum Nachweis des Lernstands, sind aber gleichzeitig auch die Bewertungsgrundlage für eine Benotung.

Finanziert wird das neue Konzept  je nach Zuständigkeitsbereich von den Schulträgern der jeweiligen Bundesländer. Teilweise geben auch regionale und überregionale Unternehmen den Schulen finanzielle Unterstützung, um den am Anfang höheren Finanzbedarf für den Transformationsprozess in Schulen zu beginnen. Denn sie sehen darin eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, junge Menschen fit für die Zukunft zu machen und moderne Lernprozesse neu zu gestalten und zu etablieren.

Ansprechpartner

PIABO PR GmbH
Doreen Görisch
Markgrafenstraße 36
10117 Berlin
Telefon: +49 172 3947051
E-Mail: brockhaus@piabo.net


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